Blütenrausch und ungebetene Gäste

Mich gibt´s noch  🙂

Ich tauche nur kurz aus der Mailpause auf und möchte Euch ein schönes langes Wochenende wünschen. Das Wetter ist traumhaft und die Temperaturen (noch) erträglich. Gartengenießerzeit!

Das Blütenmeer im Garten nimmt täglich immer größere Ausmaße an, die Anzahl der ungebetenen Gäste leider auch. Über Nacht haben sich unzählige schwarze Läuse auf den Kirschbäumen angesiedelt, hauptsächlich an den Zweigspitzen. Manche Blätter sind von unten fast durchgehend schwarz! Laus an Laus! Bei der Kübelkirsche konnte ich sie mit einer Sprühaktion halbwegs erfolgreich in Schach halten. Die alten Kirschbäume sind zu groß. Und nein, ich habe keinen Chemiecocktail gespritzt! Ich habe Großmutters Rat befolgt und Seifenlauge verwendet. Es hilft. Inzwischen haben grüne Läuse meine Rosen überfallen und etliche kleine Raupen habe ich auch schon abgesammelt.

 

Beim abendlichen Gartenrundgang entdeckte ich gestern, dass die Bobby-James-Rose im alten Kirschbaum auf einmal gelbe Blätter bekommt. Gedüngt habe ich sie im Frühjahr, und noch vor wenigen Tagen sah sie grün und gesund aus. Was nun? Habt Ihr einen Rat?

 

Einen Rat brauche ich auch für meinen Rhododendron, dessen Blätter nämlich so aussehen:

Bevor ich ihn abschneide oder völlig aus dem Beet entferne, hat vielleicht jemand von Euch einen Rat, was ich noch machen kann? Er steht in Rhododendronerde und wird auch ausreichend gedüngt. Ich denke, es sind die Schäden der Rhododendronzikade, die ihn im letzten Jahr heimgesucht hat. Die zweite Pflanze, die an anderer Stelle im Garten steht und ebenfalls befallen war, habe ich vor einigen Wochen radikal abgeschnitten. Mittlerweile treibt sie wieder aus und sieht bisher gesund aus. Sie darf vorerst bleiben…

Und jetzt findet Ihr mich wieder im Garten. Bevor es zu heiß wird, werde ich hier und da noch ein bisschen werkeln. Habt es fein und genießt das Frühsommerwetter.

 

PS:

Dass ich momentan selten bei Euch kommentiere, liegt nicht nur an meiner Mai-Blogpause. Diese „dämliche“ Captcha-Abfrage, ohne die man bei Blogger nicht kommentieren kann, treibt mich in den Wahnsinn. Sie läuft zumindest bei mir augenblicklich als Endlosschleife. Es ist eine unendliche Clickerei und ständig tauchen neue Fragen auf. Nach zwei Versuchen lasse ich es deshalb mit dem Kommentieren ganz sein. Sorry, es tut mir wirklich leid, aber ich habe darauf einfach keine Lust und ich habe auch keine Ahnung, warum sich WordPress und Blogger gegenseitig das Leben so schwer machen müssen.

 

Gartenstille

Nicht nur im Garten ist es frühmorgens noch still, sondern augenblicklich auch hier im Glasperlengarten. Das bleibt auch noch ein bisschen so. Der Kopf ist leer – Maipause.

Genießt den augenblicklich wunderschönen Wonnemonat Mai, dessen Temperaturen zur Zeit Richtung Sommer gehen. In den Beeten wächst und blüht es prächtig. Alle meine neu gepflanzten englischen Rosen sind trotz der Frostperiode sehr gut angewachsen. Ich bin gespannt auf ihre Blüten und den Duft. Aber noch ist es ja nicht so weit. In der Zwischenzeit freue ich mich weiterhin über meine herrliche Blumenwiese und die vielen Bienen und Hummeln, die sich darin tummeln, und auch in den Beeten wird es immer farbenprächtiger.

Ach ja, kleiner Kater hinterlässt für Euch hier schnurrende Grüße. Er hat augenblicklich Katzenminze für seinen Speiseplan entdeckt. Bei einer von den beiden neuen Pflanzen hat er hinter meinem Rücken und in Windeseile fast alle Blüten abgebissen und sich schmecken lassen…

Ich verschwinde jetzt wieder im Garten und in meine Maipause, werde hier und da buddeln, die restlichen Kübel für den Sommer bepflanzen und die Gartenstille auf meiner Gartenbank genießen.

Wiesenbunt

Eine Eintagsfliege war der gestrige wunderschöne Maitag mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen, einfach schön. Das lässt den Frost und dessen Folgen schnell vergessen, aber die nächsten frostigen Nächte sollen ja schon wieder vor der Tür stehen  😦 . Da kann man nur hoffen, dass es diesmal nicht mehr so arg werden wird. Heute regnet es, aber das Nass hat dem Garten auch gefehlt. Man kann zusehen, wie es fast jede Stunde grüner wird und überall spriesst. Maigrün

Mai und Juni sind meine Lieblingsmonate, und auch in diesem Jahr habe ich auf der Wiese wieder ungemähte Inseln stehen lassen, wo alles wachsen und blühen darf wie es will. Und das tut es! Ein Paradies für Bienen und Hummeln, die gestern zahlreich zum Festmahl erschienen. Bis in den Abend hinein hörte man es überall summen und brummen.

 

Auch auf die kleine Nervensäge hat die Blumenwiese mit ihrem Duft eine magische Anziehungskraft. Der Kater liebt sie und wirft sich oftmals wonnig schnurrend ins Blütenreich.

 

In der Nachbarschaft kreist permanent Robby, ein kleiner Mähroboter über den Rasen. Grün und gepflegt sieht es dort aus. Aber es gibt auch keine bunten Wiesenblumen, keine Pusteblumen, die ihre federleichten Samenschirmchen durch die Luft schweben lassen, keine Gänseblümchen, die sich mit ihrem strahlenden Weiß der Sonne entgegenrecken, keine strahlend blauen Günselblüten, die von Bienen und Hummeln umschwärmt werden, keine Wiesenmargeriten, die demnächst aufblühen… Eine andere Vorstellung von Garten und Natur. Ich dagegen liebe meine Blumenwiese, das kleine Paradies für Mensch und Tier.

Habt einen schönen Maisonntag und genießt ihn trotz Tropfen vom Himmel. Ich hüpf jetzt mit der bunten Blumenwiese noch schnell zum Gartenglück von Loretta und Wolfgang.

Gepufferter Mai-Anfang

Nachdem sich der April am Sonntag mit herrlichem Wetter und viel Sonnenschein verabschiedet hat (der hatte ja auch noch allerhand aus den letzten beiden Wochen gut zu machen…), fiel der Mai-Anfang buchstäblich ins Wasser. Es regnete von morgens bis abends und wurde gar nicht so richtig hell. Also haben wir es uns gemütlich gemacht. Und damit die am Samstag im Garten abgearbeiteten Kalorien nicht auf Nimmerwiedersehen verschwinden, habe ich kurzerhand Rosinen-Püfferchen gebacken 🙂 . Das ging ratzfatz, die Zutaten hat man eigentlich immer zuhause, und köstlich war es auch!

 

Hier das Grundrezept:

  • 100 g weiche Butter mit
  • 50 Zucker schaumig rühren
  • 4 Eier einzeln unterschlagen
  • gemahlene Vanilleschote (ersatzweise 1 Päckchen Vanillezucker)
  • 250 g Mehl mit 1/2 Päckchen Backpulver löffelweise unterrühren
  • 4 Eßl. Milch dazugeben
  • Um den Teig zu verfeinern, kann man je nach Geschmack noch Rosinen oder kleine Apfelstücke dazugeben. Gehackte Nüsse oder Kokosflocken wären sicherlich auch eine Option.

Den Teig esslöffelweise in eine mit Butter ausgestrichene Pfanne geben (je nach Pfannengröße passen 4 – 5 Püfferchen hinein). Die Püfferchen etwas glatt streichen und langsam von beiden Seiten backen.

Lasst es Euch schmecken!

 

Farbenpracht unter Glas

Wollt Ihr noch mehr von den farbenprächtigen Schmetterlingen im tropischen Glasgarten sehen? Hier kommen noch ein paar Eindrücke und Bilder.

Die Falter in Sayn stammen alle aus Zuchten. Tropische Schmetterlinge leben nur wenige Wochen und deshalb erhält der Schmetterlingsgarten von Züchtern aus tropischen Ländern in wöchentlichen Abständen Schmetterlingspuppen, aus denen im Glashaus in einem separatem Schrank faszinierende Falter schlüpfen. Wenn man schon früh bei Öffnung des Schmetterlinggartens dort ist, kann man oftmals der Geburt dieser zauberhaften Wesen beiwohnen.

Ein faszinierender Anblick war auch dieser Bananenfalter (auch Eulenfalter genannt) dessen Raupen sich, wie es der Name schon sagt, von Bananen ernähren. Seine markanten Augen auf der Flügelrückseite sollen abschreckend auf Fressfeine wirken:

 

Und hier ein farbenprächtiges Exemplar des Leoparden-Netzflüglers. Das leuchtende Orange seiner Flügel ist nicht zu übersehen. Seine Heimat erstreckt sich von Südchina bis nach Australien, einschließlich der Inselgruppen Indonesiens und Neuseeland.

 

Das bunte Geflatter der beeindruckenden Schmetterlinge scheint auch den exotischen Vögeln zu gefallen, die man überall im Schmetterlingshaus antrifft.

Ich glaube, ich muss dem Schmetterlingsparadies demnächst unbedingt noch einmal einen Besuch abstatten … 🙂 . Es war einfach himmlisch schön.

Habt noch einen schönen 1. Mai-Nachmittag. Bei uns ist er leider verregnet.