Das passt nicht richtig zusammen

Nach trostlosen Regentagen hätte  man heute fast wieder T-Shirts aus dem Schrank holen können. Zum strahlend blauen Himmel und Temperaturen um 15° (in der Sonne lagen die gefühlt noch ein wenig höher) wollen Sternenglanz, Kerzenleuchter, Kugeln, Engel und überhaupt Adventsdeko irgendwie nicht so richtig passen.

Wie Ihr sicherlich wisst, gehöre ich, was Weihnachten angeht, zu den Spätzündern und laufe meistens erst in allerletzter Minute zur Höchstform auf (leichte Panik eingeschlossen, nicht rechtzeitig alles zu schaffen…). Mittlerweile kann ich aber recht gelassen damit umgehen, denn bisher habe ich das Fest ja noch nie verpasst  🙂 .  Und Ideen, um liebe Menschen zu beschenken, sind mir auch noch immer rechtzeitig eingefallen. Da in diesem Jahr die Adventszeit recht kurz ist, weil ja der 4. Advent gleichzeitig Heiligabend ist, bin ich, man höre und staune, schon ein bisschen früher weihnachtlich angehaucht als üblich. Heißt: Es gibt nicht nur schon ein wenig Deko, auch meine Nadelfee war bereits im Einsatz für ein paar kleine Geschenke. Und so trat heute ein reicher Sternensegen in Konkurrenz mit dem fast sommerlichen Wetter draußen vor dem Fenster.

 

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Schneeflockenlicht

Jetzt ist die Zeit gekommen, in der man es sich drinnen gemütlich macht. Gestern stieß  ich auf der Suche nach passenden Kerzen für meine beiden neuen silbernen Leuchter in den Tiefen des Weihnachtsschrankes auf ein kleines Päckchen mit Schneeflocken aus Holz, die ich ursprünglich für eine Fensterdeko gekauft hatte. Als ich die noch ungeöffnete Verpackung beguckte, kam mir spontan eine ganz andere Idee – und wenig später hatte ich die Stehleuchte auf dem alten Schreibsekretär in eine zauberhafte Winterlampe verwandelt:

Die Schneeflocken mit dem kleinen Klebepunkt auf der Rückseite lassen sich ruckzuck und rückstandslos wieder vom Lampenschirm entfernen.

 

 

Da ziehen sie dahin…

Ein sich jährlich wiederholendes Himmelsschauspiel: Der Zug der Kraniche Richtung Süden!

Die Hauptroute liegt ja westlich von uns, aber Ende Oktober/Anfang November sehen wir in jedem Jahr etliche Schwärme dieser faszinierenden Vögel über unsere Köpfe hinwegziehen. Seit heute Mittag waren es schon zehn große Schwärme. Jedes Jahr auf´s Neue schön, aber auch ein bisschen mit Wehmut verbunden, denn nun steht unwiderruflich die dunkle und kalte Jahreszeit vor der Tür. Aber wie heißt es in einem alten Zitat so treffend:

Der Herbst ist der Frühling des Winters (Henri de Toulouse-Lautrec)

Ich geh dann mal noch ein wenig den Winterfrühling im Garten suchen, während man von Weitem schon die nächsten Kraniche heranziehen hört…

Nachtrag: Inzwischen sind heute mindestens 20 Kranichschwärme über uns hinweggezogen und zwar in einer Größenordnung, die wir hier so noch nicht gesehen haben.

Falls es Euch nicht langweilig wird, hier noch ein paar Fotos:

 

 

 

Lenny, der Charmeur …

zaubert einem bei seinem Anblick unwillkürlich ein Lächeln ins Gesicht. Man kann gar nicht anders, sein schelmischer Blick lässt einen einfach dahinschmelzen.

Seit dem Sommer wohnt er hier und hat mein Herz im Sturm erobert. Lange Monate musste ich auf ihn warten, bis er sich auf die Reise in sein neues Zuhause machen konnte. Aber die Wartezeit hat sich gelohnt. Und nun ist er hier, der kleine, freche Knirps (Achtung, jetzt kommt ein bisschen Werbung, was auf meinem Blog, wie Ihr wisst, ja nur äußerst selten der Fall ist. Aber diesmal muss es einfach sein 🙂 .

Dreikäsehoch „LENNY“

Eines Tages entdeckte ich Barbaras Blog und ihre handgefertigten Weihnachtsengel. Beim Stöbern auf ihren Seiten fiel mein Blick dann natürlich auch auf ihre Dreikäsehoch-Puppen, die mich sofort in ihren Bann zogen. Ich bin zwar schon ganz, ganz lange dem Puppenalter entwachsen und eigentlich sind Puppen im Gegensatz zu Teddys nicht so mein Ding. Aber bei den Dreikäsehochs war das von Anfang an völlig anders. Man sieht ihnen an, dass sie mit viel Herzblut und Liebe entstanden sind und jede ihren eigenen Charakter hat. Man kann sich ihnen nicht entziehen.

Barbara hat ihr Hobby zum Beruf gemacht und widmet sich mit Leib und Seele ihren Dreikäsehoch-Puppen. Irgendwie bringt sie es fertig, jedem einzelnen Puppenkind Charme und Lebendigkeit einzuhauchen. Lange Zeit schlich ich immer wieder um ihren Blog herum, während ich mich innerlich zur Vernunft rief: „Puppen sind etwas für Kinder“… Das immer wieder auftauchende Teufelchen, das mir einzuflüstern versuchte, dass man sich auch im fortgeschrittenen Alter für solch süße Wesen begeistern darf, ignorierte ich tapfer. Jedenfalls eine Zeit lang ;-), nämlich solange, bis ich eines Tages „einfach mal so“ anfragte, um mich näher über Dreikäsehochs zu informieren. Das war es dann  🙂 …

Sieben Monate lang musste ich auf meinen neuen Mitbewohner warten (ja, Barbaras Puppen haben eine lange, lange Wartezeit, weil sie diese nach ganz individuellen Wünschen zum Leben erweckt und von Kopf bis Fuß einschließlich Wunschkleidung in reiner Handarbeit herstellt). Erst Mitte Juli war meine Wunschpuppe an der Reihe. Wir hatten einen unglaublich netten, fröhlichen  und herzerfrischenden Mailwechsel während Lenny´s Entstehung und eine Menge Spaß. Barbara fand es besonders lustig, dass ich mich nicht für „Junge“ oder „Mädel“ entscheiden konnte. Dann hatte ich plötzlich eine geniale Idee, nämlich „sowohl“ als „auch“, und nun kann sich LENNY nach Lust und Laune mit seiner zweiten Kleiderausstattung im Handumdrehen in sein Schwesterchen ANNA verwandeln  🙂

Lenny ist übrigens wie ich ein Schmetterlings-Fan, guckt hier:

Und weil er Schmetterlinge so sehr mag, habe ich ihm eine kleine Schmetterlingsdecke genäht, auf der es sich gemütlich machen kann und mit der er es jetzt in den kommenden Wintermonaten kuschelig warm hat:

 

Und hier noch ein paar Bilder von Lenny/Anna (Danke, liebe Barbara, dass ich Deine Fotos hier veröffentlichen darf):

Kurzentschlossen

haben wir gestern Nachmittag alles stehen und liegen gelassen und haben noch einmal den Baumwipfelpfad besucht.  Wir waren ein bisschen zu spät, denn die schönsten bunten Herbstfarben haben wir wohl verpasst. Dieses Jahr fallen die Blätter einfach sehr viel früher als sonst, viele Bäume sind schon leer, aber es war trotzdem noch viel Farbenpracht. Diesmal war die Geräuschkulisse auch eine andere. Im Gegensatz zu unserem ersten Besuch fuhren nur sehr wenige Autos vorbei, und auf dem Weg durch die Baumwipfel waren wir anfangs fast ganz alleine auf dem langen gewundenen Holzsteg mit seinen Aussichtsplattformen. Es war herrlich.