Über den Wipfeln ist Ruhe – oder auch nicht…

Nach meinem letzten Posting haben mir Regenschirm und Gummistiefel die Freundschaft gekündigt und der Sonne (zumindest zeitweise) Platz gemacht. Eines morgens hatten wir richtig schönes Herbstwetter und beschlossen spontan, alles stehen und liegen zu lassen und stattdessen einen Ausflug zu machen. Schon lange wollten wir den Baumwipfelpfad besuchen, hatten es bisher aber nie bis dorthin geschafft. Es ist schon erstaunlich, dass man die naheliegenden Dinge meistens erst ziemlich spät entdeckt, oder ergeht es Euch da anders?

Schon die Fahrt durch die von der Herbstsonne angestrahlte Landschaft war den Ausflug wert. Überall deutlich erkennbar, dass es Herbst wird und das nicht erst seit dem kalendarischen Herbstanfang. Dann lag er vor uns, der 40 Meter hohe Aussichtsturm.

Runde um Runde „erkletterten“ wir auf dem breiten, sanft ansteigenden Holzweg den Turm und bewunderten mit jedem Höhenmeter mehr den Ausblick auf die herrliche Umgebung.

Auf halber Höhe des Turms beginnt der eigentliche Baumwipfelpfad: Ein breiter, über 1600 m langer Holzweg schlängelt sich durch die Baumkronen. Ich liebe Wald, ich liebe Bäume, ich liebe Stille. Das einzige, was wir aber nicht angetroffen haben, war wirkliche Stille. Nicht wegen vieler Besucher – das hielt sich angesichts des Wochentages sehr in Grenzen. Leider haben sie den Aussichtsturm mit dem grandiosen Blick ins weite Land und den Pfad durch die Baumwipfel direkt an einer Straße gebaut! Ich sag nur: Schönes Wetter und Motorradfahrer… Dennoch war es wunderschön, mitten durch die Baumwipfel zu spazieren, und inzwischen haben wir beschlossen, uns im Spätherbst noch einmal zu einem Besuch hinreißen zu lassen, wenn die Wälder in schönsten bunten Farben leuchten.

Und diesen Worten hier ist wohl auch nichts mehr hinzuzufügen:

Habt einen schönen Sonntag.

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Meine besten Freunde

in den letzten Wochen sind diese hier:

Aber die Aussichten sollen ja besser werden, auch wenn man das heute Morgen angesichts des vielen Regens, der vom Himmel rauscht, kaum glauben mag. Den Rasen hier kann man kaum betreten, es gluckert wie in einem Sumpfgebiet. Die beiden Kater gucken von Tag zu Tag immer missmutiger, sie mögen das viele Nass auch nicht, erst recht nicht ständige nasse Pfoten. Was der kleine Kater aber mag: Pitschnass von draußen in die Küche stürmen und sich dort auf der Stelle ausgiebig den Regen aus dem Fell schütteln, der dann fröhlich an den Küchenschränken auf den Fußboden tropft 🙂 Das geht so blitzschnell, dass ich keine Chance habe, zum Handtuch zu greifen, um ihn abzutrocknen. Und dann jedesmal dieses diabolische Grinsen in seinem kleinen Katergesicht, tssssss…

Ich freue mich jetzt mal auf hoffentlich diese Aussichten in den kommenden Tagen:

PS: Sogar die Frösche haben es satt mit dem Regen… guckt hier 🙂

Viel zu schnell

geht mir das in diesem Jahr mit dem Wechsel der Jahreszeiten. Mal davon abgesehen, dass wir keinen richtigen Sommer gehabt haben, ist es nun von einem zum anderen Tag Herbst geworden. Einfach so und ohne jeglichen sanften Übergang zum Aklimatisieren. Über Nacht haben sich die Birkenblätter verfärbt und bei dem starken Wind, der seit zwei Tagen ums Haus pfeift (wir sind glücklicherweise vom angesagten Sturm verschont geblieben,) ist schon einiges an Laub durch die Gegend geweht. Dabei haben wir doch gerade mal erst Mitte September! Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir schon einmal so früh mit der Heizperiode begonnen haben. Vom vielen Nass in diesem Jahr will ich gar nicht erst reden.

Wenn es das Wetter zuließ und es nicht mal wieder vom Himmel hoch regnete, waren wir in den letzten Wochen so oft es ging mit dem Rad unterwegs. Das Blätterbild oben stammt übrigens schon von Ende August! Auf einer unserer letzten Touren flog ein großer Schwarm Wildgänse über uns hinweg. Anzeichen für einen frühen Winter?

Auch im Garten sieht es sehr herbstlich aus. Zudem sind viele Pflanzen durch den ständigen Regen verfault. Etliche der Rosenknospen haben es erst gar nicht mehr zur Blüte geschafft, dabei hatten sie noch einmal reichlich ausgetrieben. Ehrlich gesagt ist mir mittlerweile die Gartenlust ziemlich vergangen. Kaum hatte ich ein bisschen Ordnung geschafft, prasselten schon wieder die nächsten Schauer auf einen hernieder.

Aber ein bisschen Gartenfreude gibt es dennoch. Meine im Frühjahr neu gepflanzten Erdbeeren zum Beispiel. Die brachten in letzter Zeit trotz der schlechten Witterung und bei dem ständigen Regen auf einmal reichlich Früchte. Und sie sind im Gegensatz zu der ersten Ernte richtig lecker. Die ersten Früchte im Frühsommer waren Enttäuschung pur. Sie wurden gar nicht richtig rot, hatten eher ein bräunliches Aussehen und waren zudem noch steinhart – vom nicht vorhandenen Geschmack will ich gar nicht erst reden. Fast war ich versucht, alle Pflanzen rauszureißen. Aber irgendwie scheine ich ein glückliches Händchen mit Gartendrohungen zu haben  😉 . Es ist mir schon mehrmals passiert, dass ich Pflanzen ziemlich beschimpft und ihnen angedroht habe, sie aus dem Garten zu werfen, wenn sie nicht mal bald in die Puschen kommen. Zu meiner größten Verwunderung hat das meistens mehr gewirkt als alle anderen Gartentricks und Ratschläge, die ich eingeholt hatte… Auch die Erdbeeren waren offensichtlich von meinen Drohungen eingeschüchtert.

Ich hätte Euch ja jetzt gerne ein Foto von den süßen Früchtchen gezeigt, aber als ich dran dachte, waren sie schon längst verspeist. Aus dem gleichen Grund kann ich Euch nun auch kein Foto meiner Bohnenernte vom Hochbeet zeigen. Vielleicht könnt Ihr Euch daran erinnern, dass auf wundersame Weise sämtliche ausgelegten Bohnenkerne im Frühsommer aus der Gartenerde verschwunden waren. Irgendwann habe ich einen neuen Versuch auf dem freigewordenen Platz im Hochbeet gestartet. Da Herr Glasperlengarten für das Beet eine feine Abdeckung gezimmert hatte, sind die Böhnchen nun mehr oder weniger vor dem vielen Nass geschützt. Verfault sind jedenfalls noch keine.

Danke sagen möchte ich noch für Eure lieben Kommentare. Schön, dass Ihr mich in der langen Blogpause nicht vergessen habt.

Doch, mich gibt es noch…

Der Sommer ist vorbei und eigentlich sollte Ende August auch meine Blogpause zu Ende gehen. Aber das Leben läuft manchmal anders als man denkt, und die Auszeit wurde ein bisschen länger als geplant.

Demnächst gibt es hier auf dem Blog dann auch wieder etwas von mir zu lesen und auch auf Kommentare müsst Ihr Euch dann wieder gefasst machen  🙂 .

Kommt gut durch den Sturm!