Gewildertes

Da ich Euch die Ergebnisse aus dem Nähzimmer noch nicht zeigen kann, gibt es heute noch mal ein Rezept. Vielleicht seid Ihr ja noch auf der Suche nach einem Tipp für´s Weihnachtsessen. Dafür würde sich das „falsche“ Wildgulasch gut eignen. Es lässt sich schon am Vortag zubereiten, so dass man an den Festtagen nicht noch Stunden in der Küche zubringen muss. „Falsch“ deshalb, weil es nicht aus Wild-, sondern Rindfleisch zubereitet wird.

Hier ist das Rezept für 4 Personen, wobei man insbesondere beim Wildgewürz je nach Geschmack mehr oder weniger verwenden kann:

  • 1000 – 1250 g Rindergulasch
  • 3 Eßl. Öl
  • 3 gewürfelte Zwiebeln
  • 200 – 250 g gewürfelten mageren Speck
  • 1/2 – 3/4 l trockenen Rotwein
  • 1/2 l Fleisch- oder Gemüsebrühe
  • Salz
  • gemahlenen Pfeffer
  • 3 gehäufte Esslöffel Wildgewürz (ich habe eine Fertigmischung genommen)
  • 350 g Pfifferlinge (eingefroren oder aus der Dose – im Herbst bieten sich natürlich frische Pfifferlinge an)
  • 1/8 l Sahne

Speck und Zwiebeln in Öl scharf anbraten. Fleisch dazugeben, braun werden lassen, salzen und pfeffern. Wenn der ausgetretene Fleischsaft verkocht ist, mit 1/4 l Rotwein ablöschen und die Flüssigkeit langsam verkochen lassen. Wildgewürz und den restlichen Rotwein dazugeben, aufkochen lassen und zusammen mit der Brühe das Fleisch gar köcheln. Die frischen Pfifferlinge ca. 10 Minuten vor Ende der Garzeit mitkochen lassen, das Wildgulasch abschmecken und eventuell noch nachwürzen. Zum Schluss die Sahne unterrühren.

Lasst es Euch schmecken und habt ein schönes drittes Adventswochenende!

Wo ist sie geblieben

die erste Adventswoche? Morgen können wir nun schon die zweite Kerze anzünden. In drei Wochen ist bereits Weihnachten und in vier das Jahr vorbei. Unglaublich, oder? Den jetzt überall ausbrechenden Vorweihnachtsstress habe ich für mich so gut wie elemeniert, Weihnachtsgeschenke sind beisammen und nur noch Kleinigkeiten zu besorgen.

Diesen wunderbaren Abendhimmel konnten wir vor zwei Tagen bewundern. Bei Kerzenlicht, knisterndem Ofen und schnurrenden Katern war es einfach nur gemütlich und schön, am Fenster zu sitzen und diese besondere Stimmung zu genießen.

Dieses verschmitzte Engelchen, der ebenfalls das fulminante Farbenspiel am Himmel bewunderte, hat uns dann auch verraten, dass er und seine große Familie tatsächlich auf Sternen leben.

Hier ist der Beweis:

Habt ein schönes zweites Adventswochenende und macht es Euch gemütlich.

Mandeln, Zimt und Kardamom

Das waren einige der Zutaten aus meinem Adventskuchen. Er war lecker, keine Frage, aber mir ist schon einiges eingefallen, wie man ihn noch besser machen könnte.

Hier zunächst aber meine Zutaten, mit denen ich ihn gebacken habe:

***

  • 225 g weiche Butter mit 150g Zucker schaumig rühren
  • 4 Eier einzeln unterrühren

***

Dann folgende Zutaten dazugeben und verrühren:

  • 100g gehackte Mandeln (man kann auch 50g gemahlene und 50g gehackte nehmen oder die Mandeln durch Haselnüsse ersetzen)
  • 50g Kakaopulver
  • gemahlene Vanille
  • Saft von einer Zitrone
  • 1 gewürfelten Apfel
  • 2 – 3 Teel. Zimt
  • 1 Teel. gemahlenen Anis
  • 1 Messerspitze gemahlenen Kardamom
  • 1/2 Teel. gemahlene Nelken (ich habe 7 Nelken zusammen mit dem Inhalt von 3 Kardamomkapseln im Mörser zerstoßen)
  • 1/2 Teel. Lebkuchengewürz
  • 1 Prise Salz
  • 2 – 3 Eßl. Rum
  • 200 ml Rotwein (oder Milch)

***

Zum Schluss 250 g Mehl mit 1 Päckchen Backpulver mischen und unterrühren. In eine gefettete runde Kuchenform füllen (passend ist natürlich eine Sternform, aber die besitze ich nicht) und im vorgeheizten Backofen (Umluft) bei 160° ca. 50 Minuten backen (Stäbchenprobe machen).

Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestreuen. Dazu passt Zimtsahne.

Beim nächsten Mal werde ich nur die Hälfte der Zutaten nehmen und den fertigen Kuchen nach dem Erkalten mit Sauerkirschen (und Tortenguss) belegen. Zu dem Gewürzkuchen würden auch gedünstete Äpfel mit der Creme von meiner Apfeltorte gut passen. In wenigen Tagen steht ja schon der zweite Advent vor der Tür. Grund genug, den nächsten Backversuch zu starten. Kalorien werden sowieso überbewertet und erst recht jetzt in der Weihnachtszeit… 🙂

Ein etwas anderer Adventskranz

Nun ist der 1. Advent schon wieder vorüber und nicht mehr lange, dann brennt bereits das zweite Licht.

Wie in den Jahren zuvor habe ich statt eines traditionellen Adventskranzes meinen Kerzenkranz aus Glas zusammen mit anderen weihnachtlichen Sachen auf einem alten Tablett dekoriert. Letztes Jahr hatte ich das Tablett neben dem Kerzenhalter mit viel Bauernsilber dekoriert. Dieses Jahr zieren Engel zusammen mit roten Äpfeln und ein bisschen Grün das adventliche Arrangement.

Vor ein paar Wochen entdeckte ich in einem Schrank im Keller ein altes flaches Silbertablett. Das habe ich mit einer Schneelandschaft, Engeln, Tannenzapfen und Zweigen verziert. Hier fand der zweite Glasleuchter seinen Platz. Der kleinen Nervensäge gefällt es nicht, wie ich das Tablett mit den Beerenzweigen dekoriert habe und deshalb dekoriert er halt desöfteren ein bisschen um…

Advent

Ich wünsche Euch ein wunderschönes Adventswochenende, einen schönen ersten Advent und uns allen eine friedliche Advents- und Weihnachtszeit. Das ist in unserer Welt und gerade in den jetzigen Zeiten alles andere als selbstverständlich. Genießt die stillen Stunden und macht es Euch bei Kerzenlicht und Plätzchen gemütlich.

Ich habe heute ein neues Rezept für den Adventskuchen ausprobiert. Davon in den nächsten Tagen mehr. Dann kann ich Euch auch erzählen, ob und wie er morgen beim Familien-Adventssonntag geschmeckt hat. Ich habe ihn gerade aus dem Ofen geholt, er duftet schon mal köstlich..

 

Frühling im Advent

Dieser Gedanke könnte einem bei dem momentanen Wetter und den Temperaturen durchaus kommen. Wenn man nicht zu den Frostbeulen zählt, dann ist jetzt noch mal T-Shirt-Wetter, denn so warm wie gestern und heute ist es an manchen Sommertagen nicht gewesen.

Bei meinem Gartenrundgang habe ich sorgenvoll gesehen, dass mancher Strauch neu austreiben möchte. Einige wenige Zweige der blauen Hortensie haben bereits neue (!) Blätter getrieben. Auch die französische Duftrose blüht und duftet munter vor sich hin. Oh je, hoffentlich geht das gut, denn angeblich soll der Advent ja mit frostigen Temperaturen beginnen und manche der Wetterexperten sind sogar davon überzeugt, dass wir einen klirrend kalten Winter wie schon lange nicht mehr haben werden. Warten wir einfach ab, wir können es eh nicht ändern und ich traue schon lange keiner Wettervorhersage mehr, die über zwei Tage hinausgeht…

Und mit solch einem fulminanten Sonnenaufgang fing der Tag an:

24-11-1m

Habt einen schönen Nachmittag und wenn Ihr könnt, genießt die Sonne.

Der Anfang ist gemacht

Langsam aber sicher zieht in den Glasperlengarten die Adventszeit ein. Das eine oder andere Fenster wird zusehends weihnachtlicher. Heute Morgen habe ich das Küchenfenster umgestaltet. Dort durfte neben den weißen Tannen- und Sternanhängern aus Porzellan der in der Harzurlaubswoche erstandene kleine Herrnhuther Stern einziehen und sein warmes Licht verbreiten. Dieser Stern und ein weißer Porzellanhirsch sind auch das Einzige, was ich für die Weihnachtsdeko neu gekauft habe. Alle anderen, zugegeben zum Teil wunderschönen Dinge habe ich in den Geschäften gelassen😉. Ich habe im Laufe der Jahre so viele wunderbare Weihnachtsdeko gesammelt, da brauche ich keine neuen Sachen mehr, so schön sie auch sein mögen. Die fast jährlich wechselnden Farbtrends gehen an mir vorbei, auch wenn mir so manches gut gefällt. Gold, Silber, Weiß und ein bisschen Rot finde ich immer wieder am schönsten. Ich mag´s halt traditionell, wozu auch Holz gehört und natürlich viele Kerzen und -leuchter.

Meine gemütliche Leseecke mit dem noch gemütlicheren Sessel hat den Blick auf einen langen Ast in Fensterbreite, den der Herr Glasperlengarten mir aus dem Garten geholt hat. Geschmückt habe ich ihn – also den Ast, nicht meinen Herrn Glasperlengarten 😉 – mit Holzsternen, Holztannen und kleinen creme- und bräunlichfarbenen Weihnachtskugeln und einer Lichterkette.

Und bei Euch? Seid Ihr auch schon auf die Adventszeit eingestellt?

Habt einen schönen Sonntag und kommt gut durch den angesagten Sturm.

Buntes an trüben Novembertagen

In den letzten Tagen hat der November ja seinem Ruf alle Ehre gemacht. Es wurde gar nicht richtig hell, die schweren Regenwolken hingen fast auf dem Boden und so blieb dann nur, es sich drinnen gemütlich zu machen.

Ich habe mich ins Nähzimmer verzogen und die Zeit dazu genutzt, das undurchdringliche Grau vor dem Fenster ein bisschen bunter zu machen. Ein kleines Kissen (ca. 28 x 17 cm) in fröhlichen, aber trotzdem zur Jahreszeit passenden Farben ist entstanden. Es ist ein Geburtstagsgeschenk und wird die Beschenkte mit der kleinen Duftkisseneinlage im Bezug hoffentlich erfreuen.

Kommt gut ins Wochenende und macht es Euch gemütlich.

Seelennahrung

Sie hat nicht nur mit der bevorstehenden Advents- und Weihnachtszeit zu tun – meine Backlust. In immer unbeständiger und unruhiger werdenden Zeiten wie diesen sehnt sich der Mensch u.a. nach Sicherheit und Werten. Selbstgemachtes hatte bei mir schon immer einen hohen Wert und dazu gehört auch die Nahrungsherstellung. Brotbacken habe ich buchstäblich als „Seelennahrung“ gerade wieder entdeckt. Nicht nur kreisende Gedanken kommen beim Kneten des Teiges zur Ruhe, es macht mir auch großen Spaß zu sehen, wie aus wenigen Zutaten qualitativ hochwertiges und wohlschmeckendes Backwerk entsteht. Ein Brot im Laden ist schnell gekauft, aber was ist da alles drin? Bei meinem eigenen Brot weiß ich es genau und der Duft, der beim Backen durch´s ganze Haus zieht, der ist echt. Für mich ein ganz besonderes Vergnügen, denn ich kann aufgrund einer Glutenunverträglichkeit kein „normales“ Brot essen und betrete schon seit vielen Jahren keine Bäckerei mehr.

Zurück zur hauseigenen Backstube. Nachdem das Rosinenbrot von neulich ein voller Erfolg war, habe ich gestern einen anderen Stuten gebacken. Diesmal einen Quark-Rosinen-Stuten und nicht mit Hefe, sondern Backpulver. Den im Rezept angegebenen Magerquark habe ich durch Skyr ersetzt, es ist also ein Skyr-Rosinen-Brot geworden 🙂.

Hier das Rezept (Zubereitungszeit maximal 15 Min., Backzeit ca. 1 Std. – nach 55 Min. Stäbchenprobe machen!)

  • 125g Zucker (ich habe wie immer etwas weniger genommen)
  • 2 Eier
  • gemahlene Vanille (oder 1 Päckchen Vanillezucker)
  • 500 g Skyr / oder Magerquark
  • 4 Eßlöffel Öl
  • 200 – 250 g Rosinen (ich habe nur 200 g verwendet, das erschien mir genug
  • Wer mag, kann dem Teig noch etwas Zimt zugeben (habe ich gemacht)

Alle Zutaten gut verrühren.

  • 500g Mehl und 2 Päckchen Backpulver vermischen (eventuell durchsieben) und sorgfältig unterheben. Wenn der Teig zu fest ist, ca. 1/8 l Milch oder mehr/weniger dazu geben. Den Teig in eine gefettete Backform füllen und bei 170° (Umluft) 55 – 60 Minuten backen.

Wir haben das Rosinenbrot heute Morgen zum Frühstück angeschnitten. Köstlich kann ich nur sagen! Ein Allroundtalent, denn man kann es pur, mit Butter, Marmelade, Apfelkraut usw. genießen oder sogar als Kuchen.

Wer es nachbackt: Lasst es Euch schmecken!

Verlinkt habe ich mein Skyrbrot mit dem heutigen RUMS