Gestern gab es ja ein Bild vom Fröschchen, dessen Job das Bewachen ist und nun fragen Sie sich bestimmt, was es denn zu bewachen gibt im Glasperlengarten.
Die ganze Geschichte fing im letzten Frühjahr an. Da konnte die Besitzerin des Glasperlengartens mal wieder nicht an einem Gartenmarkt vorbei fahren. Sie wollte ja „nur mal so“ gucken. Kommt das dem einen oder anderen bekannt vor?
Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, „nur mal so“ zu gucken, aber als ich dann an meinem Auto ankam, hatte mein Geld mal wieder ein bisschen abgenommen… (wieso geht das Abnehmen bei mir eigentlich nicht so schnell?). Dafür war ich dann aber auch nicht mehr alleine in meinem vierrädrigem Gefährt. Außerdem würden Garten und später unsere Küche ja auch von meiner neuesten Errungenschaft profitieren.
Bevor das Rätselraten nun noch größer wird – das hier habe ich aus dem Gartenmarkt mitgebracht (es war übrigens der 14. Mai 2009):
Meine Banana am 14.5.2009
Banana hat sich ganz offensichtlich vom ersten Tag an bei uns wohlgefühlt. Noch nicht ganz in ihrer neuen Behausung eingepflanzt, fing sie auch schon an zu wachsen. Ja wirklich, man konnte ihr förmlich dabei zusehen.
21.5.2009
So sah sie dann am 19.8.2009 aus
Und das war Banana am 24.8.2009
Überwintert hat sie in unserem Keller, was ihr ganz offensichtlich gut bekommen ist. Sie hat die langen Wintermonate über kein einziges Blatt verloren. Beschwert hat sie sich nur darüber, dass ihre Behausung allmählich zu eng wurde. Also stand in diesem Frühling der Umzug in einen größeren Kübel an. 
Das war dann der Startschuss für noch größeres Wohlbefinden und weiteres Wachstum, das dazu führte, dass sie inzwischen so aussieht:
Anfang Juli 2010
Fröschchen hat es sich schon mal in ihrem Topf gemütlich gemacht, um nicht nur die diesjährige Überwinterung zu überwachen, sondern auch auf sie aufzupassen und da zu sein, wenn sie dann im nächsten Jahr wie auf dem Schild in der Gärtnerei beschrieben, zum ersten Mal Früchte trägt. Aber dazu muss sie erst mal den nächsten Winter überstehen und das wird weitaus schwieriger als der letzte.
Ich hatte schon Überlegungen angestellt, ein Loch in die Kellerdecke zu bohren, was den Vorteil hätte, dass wir im darüber liegenden Wohnzimmer im Dezember keinen Tannenbaum brauchten. Wer hat schon einen Banana-Weihnachtsbaum an dem die Kerzen funkeln und auch unser  vierbeiniges Felltier hätte sicherlich Freude daran… Aber da hätten Sie mal den besten aller Ehemänner hören sollen! Naja, es ist ja noch ein bisschen Zeit für Überwinterungs-Überlegungen, wobei ich mich mit der inzwischen schon öfters gehörten Version, die Staude radikal bis auf ca. 50 cm zu kürzen nun überhaupt nicht anfreunden kann. Ich kann doch meine Banana nicht einfach einen bzw. mehrere Köpfe kürzer machen. Oder was meinen Sie?
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