Ein leises, aber vertrautes Zischen ließ mich gestern Abend auf meiner Gartenbank aufhorchen und schon wenig später stieg erst einer und kurz dahinter ein zweiter Heißluftballon hinter den Bäumen in den strahlend blauen Himmel auf. Die große Wiese hinten am Fluss ist ideale Startbasis für das luftige Abenteuer. Bis vor wenigen Jahren gab es hier im Ort im Sommer regelmäßig ein internationales Ballontreffen. Und in fast gleicher Regelmäßigkeit konnte man davon ausgehen, dass es genau an diesem Wochenende in Strömen regnen würde. Nur wenige Male kann ich mich an schönes Wetter erinnern. Dann stand ich schon ganz früh morgens auf dem Balkon und wartete gespannt darauf, dass die ersten Ballons aufstiegen. Die vielen bunten Tupfen in den verschiedensten Formen und Farben am Himmel waren ein tolles Bild und ein Erlebnis der besonderen Art war es, wenn die Luftströmung die Ballons genau über Haus und Garten hinweg trieb. Zu diesem Zeitpunkt gab es im Glasperlengarten noch keine Digitalkamera, so dass ich mangels Scanner nun leider kein Bild von diesem Spektakel einstellen kann.
Der Höhepunkt des Ballontreffens war das abendliche Ballonglühen am Flussufer, das von passender Musik begleitet wurde. Im Rhythmus des Musiktaktes glühten die bunten Hüllen vor dem Sternenhimmel auf.
Im Laufe der Jahre sind die Bäume und Büsche am Fluss und in den Gärten so hoch gewachsen, dass man die Ballonwiese gar nicht mehr einsehen könnte. Abgesehen davon hat es auch schon längere Zeit mehr kein Treffen dieser Art gegeben. Verständlich, wenn man darüber nachdenkt, wieviel Aufwand und auch Kosten es sind, so etwas auf die Beine zu stellen – und dann weiß man nie, ob das Wetter mitspielt bzw. man muss mit der Möglichkeit rechnen, ggf. überhaupt nicht starten zu können.
Auf…
und…

davon!
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