Heute geht die Fotoreise über die Insel Rügen weiter. 
Ich starte jetzt mal am nördlichsten Ende, dem Kap Arkona. Der Landstrich um das Kap steht unter Naturschutz und ist mit Privat-Autos nicht erreichbar. Man muss sein Fahrzeug auf dem Parkplatz am Ortseingang in Putgarten abstellen und erreicht von dort auf einem ca. 3 km langen Fußweg den Aussichtspunkt. Wer nicht so gut zu Fuß ist, nimmt die kleine urige Bahn oder eine Pferdekutsche. In diesem Zusammenhang ein kleiner Hinweis: Man sollte ein gewisses Budget für „Nebenausgaben“ wie Parkplatzgebühren und Eintrittsgelder einplanen. Überall auf Rügen „denkt“ man an die Geldbörse der Besucher, wirklich an fast jeder Stelle… Ihr werdet jetzt sagen: Das ist doch woanders auch nicht anders. Stimmt, aber ich fand es auf der Insel recht extrem und die Eintrittspreise an manchen Stellen jenseits von Gut und Böse. Parkplätze gibt es so gut wie keine freien, so dass man brav die an jeder Ecke stehenden Parkautomaten füttern muss. Und falls Ihr denkt, die würden vielleicht nicht so überwacht: Doch, das werden sie! 
Jetzt aber weiter zum Kap, das mich persönlich aber gar nicht so sehr begeistert hat. Mir war das viel zu sehr touristisch aufgemotzt und schon jetzt in der Vorsaison war dort allerhand los. Ich bin mehr der „Einsamkeitsfan“ und liebe die Stille der Natur. Aber abseits der vielbegangenen touristischen Pfade konnte man die zumindest jetzt um diese Jahreszeit dort auch ein bisschen finden. Den meisten Besuchern war die lange Holztreppe, die hinab zum Kiesstrand am Fuß der Klippen führte, vermutlich zu beschwerlich und so war ich dort unten am Wasser fast ganz alleine. 
 

Die Besichtigung des Leuchtturmensembles am Kap (Schinkeltrum und ehemaliger Marinepeilturm) haben wir uns geschenkt.
Von den berühmten Kreidefelsen habt Ihr ja schon gestern Bilder gesehen. Hier kommen noch ein paar, denn dieser Küstenabschnitt, der zum Nationalpark Jasmund gehört, hat mich schwer begeistert. Das Gebiet des Nationalparks besteht aus ausgedehnten Buchenwäldern, aber auch Eschen, Ahorn, Ulmen und Eiben sind dort anzutreffen. An der Kreideküste entlang zieht sich auch ein 10 km langer Wanderweg über das Hochufer von Sassnitz bis Königsstuhl. Zu gerne wäre ich wenigstens einen Teil gewandert, aber ich war ja mit Mutter Glasperlengarten unterwegs und deren fortgeschrittenes Alter lässt solche Waldabenteuer leider nicht mehr zu. Aber eines Tages fahr ich dann zusammen mit Herrn Glasperlengarten auf die Insel und dann …

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