habe ich heute betrieben – gezwungenermaßen und keinesfalls freiwillig. Schon seit vielen Monaten schiebe ich es vor mir her von einer Woche zur anderen, von einem Monat zum anderen mit Beschwörungsformeln wie: „Das geht noch ein bisschen“ – „Das reicht noch“. Dann kam die Phase, wo manche Dinge plötzlich „ohne“ gingen. Auf der anderen Seite fing die tagtägliche Sucherei an: „Wo ist sie denn jetzt schon wieder“? Und seit kurzem geht´s nun weder mit noch ohne richtig gut.
Na, wißt Ihr, wovon ich rede? Von meiner Brille…
Nicht nur die Natur kommt in den Herbst des Lebens – mein Nasenfahrrad, das mich lange Jahre treu und brav von morgens bis abends begleitet hat, tut das ebenfalls…
Heute Morgen bin ich dann also schweren Herzens zum Optiker meines Vertrauens marschiert, nachdem ich gedanklich meine Taler zu einem wie mir schien recht stattlichen Berg zusammengekratzt hatte. Und da lernte ich, dass das Leben noch allerhand Überraschungen zu bieten hat. Falls jemand von Euch also heute Vormittag einen Knall gehört haben sollte, das war ich. Fast jedenfalls, denn beinahe wäre ich bei Nennung des Brillenpreises vom Stuhl gefallen… Dass eine Gleitsichtbrille kein preiswertes Vergnügen sein würde wußte ich ja schon von meiner ersten Brille. Aber falls mir noch mal jemand erzählen sollte, bei der Einführung des Euros wäre alles gerecht zugegangen, den schlepp ich mal mit zum Optiker… 
Wieder zuhause habe ich dann mal zu meiner Beruhigung eine andere Rechnung aufgemacht. Denn wenn ich die neue Brille genauso lange trage wie meine jetzige und den Preis dafür auf die Jahre umlege, wird der Abbau des Talerberges erträglicher. Und noch besser wird´s, wenn man den Monatsbetrag berechnet. Tagespreis wäre der Hit, vielleicht würde ich dann sogar noch über den geringen Preis jubeln. 
Alles eine Frage der Perspektive – oder so……
Advertisements