Viel zu schnell ging die Auszeit vorbei. Obwohl sich das Wetter bis auf den ersten Tag nicht gerade von der besten Seite zeigte, hatten beste Freundin und ich eine Menge Spaß und viele kreative Stunden. 
Gleich am ersten Tag haben wir die geplante Fahrt ins Oderbruch unternommen, was sich angesichts des Winter-Bilderbuchwetters als weise Entscheidung herausstellte, denn am nächsten Morgen versank die Landschaft vorübergehend im Schnee. Der blieb aber nicht lange liegen. Stattdessen blieb uns fast für den ganzen Rest der Woche dann mal mehr mal weniger Regenwetter erhalten. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch, denn es gab ja Nadelfee, Stoff, Wolle und Farbe… Davon gibt´s dann später mehr zu sehen. 
Zuvor erst noch ein paar Eindrücke der faszinierenden Oderlandschaft. Der Fluss war über und über mit dicken Eisschollen bedeckt. In der Stille der weiten Landschaft war das Rumpeln der aneinander stoßenden Eisblöcke gut zu hören. Und dann waren da auch noch riesige Schwärme laut schnatternden Wildgänsen, die sich zu Hunderten auf den Wiesen versammelten, um von dort aus in ihre Sommerquartiere weiter zu ziehen. Gehört und gelesen hatte ich davon immer wieder, aber es war einfach grandios, dies mal mit eigenen Augen zu erleben.
Das Eis ist nicht etwa die Oder, sondern das sind die überfluteten und zugefrorenen Oderwiesen. Viel weiter hinten befindet sich der eigentliche Fluss.

Die Gänse und mit ihnen der Frühling kommen zurück!

PS: Beste Freundin war gestern noch mal im Oderbruch – Von Eis ist dort weit und breit keine Spur mehr zu sehen. Wie von Zauberhand alles verschwunden. Der Frühling kommt! In den frühen Morgenstunden (es war noch dunkel) zogen Kranichschwärme hier bei uns über´s Haus. Man hörte ihr lautes Rufen.
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