Das Wichtigste mal zuerst: Mein Rucksack, den ich mit zum Stoffmarkt geschleppt habe (man kann ja nieeee wissen…) war nicht voll! Da waren nur ein paar kleine Stöffchen drin. 
Zu meinem großen Bedauern gab es dort leider kein (Stick)Garn. War ja eigentlich auch klar, denn es war ja ein Stoff- und kein Nähmarkt.  Es war schön, es war bunt und es gab allerhand zu sehen. Das große Plus bei solchen Märkten ist ja, dass man die Stoffe auch „befühlen“ kann, wenn man in dem Gedränge dann mal an die Stoffballen rankommt. Wie gesagt, ich habe mich auf ein paar wenige Stöffchen beschränkt, wobei ich bei der Auswahl absolut nicht wußte, was ich damit anfangen will. Aber da wird mir schon etwas einfallen. Zwei der Verkaufsstände fielen mit ihren extravaganten tollen Stoffen ziemlich aus dem Rahmen. Märchenhaftes wie aus 1001 Nacht, schimmernd wie Seide und über und über bestickt. Ich war hin und weg und überlegte fieberhaft, was man mit diesem Traum anfangen könnte. Dann meldete sich zum Glück die Vernunft …
Von „freier Bahn“ konnte auf dem Markt nicht die Rede sein, denn es herrschte reges Treiben, naturgemäß fast alles weibliche Wesen, wenn man von den wenigen Herren der Schöpfung mal absieht. Teilweise war das Gewusel so groß, dass man kaum bis zu den Stoffballen vordringen konnte. Und wenn man es dann trotzdem schaffte, war in Ruhe stöbern auch nicht garantiert. 
Keine Frage, der Markt war schön, aber ich bin absolut kein Stadtmensch, für mich ist dieses Gedränge nichts und so werde ich demnächst meine Stoffe wohl weiter im Internet kaufen und in aller Ruhe zuhause aussuchen, ohne Gefahr zu laufen, dass mir jemand Taschen oder Ellenbogen gegen die Rippen drückt oder dass ich stundenlang durch die Gegend fahren muss.
Jetzt aber erst mal zu den feinen Stöffchen, die ich ergattert habe:

Im Gegensatz zum Gedrängel auf dem Markt gab es freie Fahrt auf der Autobahn. Damit meine ich nicht etwa „staufrei“, sondern wirklich frei im Sinne von leergefegt! Die Autobahn sah nämlich sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg so aus:

Also, das ist jetzt nicht der Beginn der nächsten Ölkrise (obwohl das angesichts der unglaublichen Bezin- und Dieselpreise ja durchaus angebracht wäre). Heute Morgen gab es auf der A3 einen schweren Unfall mit einem Gefahrguttransporter, der eine Vollsperrung in beiden Richtungen mit Riesenstaus nach sich zog. Ich bin auf dem Rückweg vorher abgefahren und habe eine schöne Fahrt in der Frühlingssonne quer durch den Westerwald gehabt. Die einzige, die die Idylle störte, war meine Erna (Ihr wisst schon, mein Navi, was ständig Widerworte gibt und alles besser weiß…). 
Lustig war das, sag ich Euch. Das fing schon auf dem Parkdeck des riesigen Einkaufszentrums an. Ich war froh, dass ich die Ausfahrt wiederfand, da plärrte Erna mitten in der Schlange der aus dem Parkhaus fahrenden Autos los, ich möge sofort wenden! Wenig später auf einer dreispurigen Straße das gleiche Spiel. Ich habe Erna sabbeln lassen und bin stur dem Autobahnschild nach gefahren. Irgendwann hatte sie sich wieder eingekriegt und war still. Aber nicht lange, denn ich fuhr ja aufgrund der Sperrung vorher ab. Da wurde es dann richtig lustig. Sie versuchte sogar, mich in einen Forstweg zu lotsen, um ihren Willen durchzusetzen. Ich saß hinter dem Steuer und grinste vor mich hin, wenn sie mal wieder ein Wendemanöver mitten in der Walachei ansagte. Dann schwenkte sie auf einmal auf die Geschwindigkeit um und plärrte beleidigt los, ich möge mich bitte an die Begrenzung halten. Das Fatale war, da war gar keine, d.h., ich fuhr überhaupt nicht zu schnell, sondern ganz nach den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung. Also wurde Erna ignoriert. Irgendwann reichte es ihr offensichtlich – sie schwieg beharrlich. Schwieg und schwieg und schwieg, gab keinen Pieps mehr von sich, keinen einzigen. Ich machte mir Gedanken, mach ich immer noch, denn Erna schweigt. Aber nun ist ja auch der Stecker rausgezogen……. kicher
Ein schönes Frühlingswochenende Euch allen!
Advertisements