Jeder, der ein Tier hat, kann sicher nachfühlen, wie es uns die letzten Tage ergangen ist. Die Achterbahn mit Hoffnungslosigkeit fuhr rund um die Uhr. Gestern war ich bei unserem Tierarzt und seit dem Gespräch mit ihm gibt es nun ein kleines Fünkchen Hoffnung in der Art, dass zumindest die Möglichkeit besteht, dass Möhrchen noch eine Zeitlang ein schönes und schmerzfreies Leben haben könnte, wobei kein Mensch weiß, was das für ein Tumor ist und wie schnell der wächst. Da sie aber schon seit letztes Jahr Beschwerden hat, gehe ich mal davon aus, dass es kein schnellwachsender sein wird. Sie bekommt jetzt gut verträgliche Schmerztropfen und ein Blutgerinnungsmittel. Der Tierarzt meint, wenn sie schmerzfrei wäre, hätte sie damit noch eine wirkliche Lebensqualität und könnte ihr kleines Katzenleben noch eine Weile genießen. Er sprach von „bis in den Herbst“ hinein, aber das wisse er natürlich auch nicht. Wir klammern uns an keine Zeiten, sondern genießen stattdessen bewusst jeden Tag mit ihr, solange es ihr gut geht. Ich glaube, dass wir merken werden bzw. sie es uns zeigt, wenn es ihr schlechter geht und sie keine Lebensfreude und -qualität mehr hat. Vielleicht hat ja dort oben im Katzenhimmel jemand ein Einsehen und lässt sie dann einfach schmerzfrei einschlafen. Und wenn nicht, dann weiß ich auch, was ich tun werde, was ich Möhrchen schuldig bin…
Seit kurzem kommt hier endlich mal wieder die Sonne raus, und so ist Katzentier vorhin wieder in den Garten marschiert und genießt die Wärme. Genau das tue ich nachher auch und vielleicht beschäftige ich mich später auch noch ein wenig mit meiner Nadelfee. Da liegen noch einige Projekte, die ich fertig stellen muss. Aber in den vergangenen Tagen hatte ich verständlicherweise absolut keinen Kopf dafür.


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