Na, habt Ihr den gestrigen Sonntag mit der vielen Sonne auch so sehr genossen wie wir? Es war einfach herrlich und die Temperaturen richtig angenehm, so dass wir am Nachmittag noch zum Tag der „Offenen Gärten“ waren. Davon dann später.
Den total verregneten Samstag habe ich teilweise an der Nadelfee verbracht. Irgendwie war mir aber das Wetter auf´s Gemüt geschlagen und ich hatte eigentlich Lust zu nichts. Solche Tage hat man schon mal und die sollte man dann besser einfach vorübergehen lassen. Das hätte ich auch tun sollen, habe ich aber nicht. Ich musste ja unbedingt etwas sticken. Mutter Glasperlengarten hatte sich nämlich einen kleinen Taschenspiegel mit passender Hülle gewünscht. 
Also Stoff rausgekramt, Stickmuster ausgesucht und los ging es. Es war seit ganz langer Zeit das erste Mal, dass mir das Stickbild ganz und gar nicht gefiel, jedenfalls war das bei der Rose der Fall, die ich sticken wollte. Die Nadel sprang bei der Blüte völlig unmotiviert hin- und her und ich dachte immer nur: Was soll das werden, was macht die da bloß? Dann war das Motiv fertig und ich fand es doch noch einigermaßen passabel, aber von der Oberfläche her war ich trotzdem enttäuscht. 
Das war aber noch nicht alles, da ging´s ja erst richtig los, weil Täschchen ja noch eine Rückseite brauchte. Als ich dann den Filz für die Rückseite des Spiegeltäschchens unter die Nadel legte, eierte Nadelfee in der Gegend herum, als hätte sie eine Flasche Wein geschluckt. Was denn jetzt? Der Stofftransport funktioniere nicht richtig richtig weiter, Maschinchen machte mal einen großen Stich, dann einen kleinen und ich bekam Schweißausbrüche, weil mein einziger Gedanke war: Die Nadelfee muss schwer krank sein und meine neue Stickfee ist doch noch nicht da!…..
Nach mehrmaligem Hin und Her, Stoff runter und Auswechseln des Unterfadens gab es dann bei mir auf einmal die Erleuchtung der Woche: Mit einem Stickfuß kann man nämlich nicht nähen…
Ich habe dann übrigens ein neues Täschen gestickt und das ist schön geworden:


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