Nun scheint er ja da zu sein, der Sommer. Vorübergehend jedenfalls, die nächsten Unwetter sind schon wieder für die nächsten Tage angekündigt. Es hat ja auch lange nicht mehr geregnet (hier ist das letzte Nass vom Himmel immerhin schon zwei Tage her…).
Um so mehr genießen wir jeden schönen Tag und sitzen abends noch lange auf der Gartenbank. Und irgendwann in der Dämmerung kommen sie dann, die „wilden Tiere“. Nein, ich meine jetzt nicht die lustig blinkenden Glühwürmchen, die durch die Nacht schwirren. Seit Wochen beobachten wir abends ein kleines Mäuschen, das geschäftig durch den Garten rennt. Es nimmt immer den gleichen Weg. Irgendwann kommt es aus seinem Versteck und saust unter den Nussbaum, um dann in der Dunkelheit zu verschwinden. 
Seit einiger Zeit wissen wir nun auch, welches Tier vor allem mich nachts oftmals durch infernalisches Geschrei aus dem Schlaf gerissen hat: Marder! Am Wochenende habe ich ihn gesehen, als er um unseren Kirschbaum schlich. Möhrchen saß neben mir und fing leise an zu knurren, als sie ihn sah. Und dann gibt´s da noch das flinke Wiesel, das auch jeden Abend durch den Garten flitzt. Dieser Geselle scheint nicht gerade ängstlich zu sein, denn als wir vor ein paar Tagen auf der Terrasse saßen, kam er aus dem Dickicht der Bäume auf uns zugerannt, stoppte kurz vor der Terrasse und blinzelte uns mit seinen glänzenden Knopfaugen an. Dann machte er kehrt und verschwand in der Dunkelheit. Ich sag Euch, spannend ist es hier. Ach ja, ein „wilder“ Kater, der zunehmend zahmer wird und sich bereits streicheln lässt, kommt uns auch regelmäßig besuchen und holt sich jeden Tag seine Futterration ab. Neuerdings hockt er schon in aller Frühe vor der Haustür und wartet darauf, dass wir endlich aufstehen…
Nun möchte ich aber noch ganz schnell meine neuen Leserinnen mipamias, inka und Sarah-Maria begrüßen! Ich freu mich, dass Ihr den Weg in den Glasperlengarten gefunden habt und hoffe, Ihr fühlt Euch wohl bei mir.
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