Klein-Rambo ist fast jeden Tag für eine andere Überraschung gut. Am Freitag Morgen war sein Platz leer und er tauchte erst am späten Vormittag auf. Sicherlich hatte er dringende Sachen zu erledigen und keine Zeit für uns. Er saß dann da vor seinem Futter, guckte mich missbilligend an (immerhin war es das Futter, was er bisher leidenschaftlich gerne fraß!), sagte „Miau“, was immer das auch heißen sollte und verschwand. Den vollen Futternapf ließ er stehen. Weg war er und blieb den ganzen Tag und abends verschwunden. Wir dachten ernsthaft, er käme nun nicht mehr wieder, weil er seine Mission, uns zu trösten für erfüllt hielt.
Da dachten wir aber völlig falsch, denn am nächsten Tag saß er bereits in aller Frühe auf seinem Platz und erwartete schon sehnsüchtig, dass endlich die Tür aufging und er frühstücken konnte.

Und dann geschah etwas, was uns erst mal sprachlos machte: Katerchen sprang mit einem Satz und offensichtlicher Freude in seinem Rambo-Gesicht von der Mauer und strich mir mit zunehmender Begeisterung und laut schnurrend um die Beine. Bis dahin hatten wir ihn noch nie dermaßen laut schnurren gehört! Und dann fing er an, Herrn Glasperlengarten mit seinem Charme einzuwickeln! Ja, anders kann man das wirklich nicht bezeichnen. Ich habe daneben gestanden und habe mich köstlich amüsiert, wie schnell er ihn um seine dicken Pfoten gewickelt hatte und ihn wie Butter in der Sonne dahinschmelzen ließ. Herr Glasperlengarten war ganz gerührt und brachte ihm später vom Einkauf ein bisschen Leber mit. Ich glaube, die beiden sind auf dem besten Weg, dicke Freunde zu werden… 

 
Gestern lag Klein-Rambo den ganzen Tag bei uns im Garten und holte sich zwischendurch immer mal wieder ein paar Streicheleinheiten ab. Kater-Schmusestunde eben. Schön ist das. Ach ja, eine neue kleine Kampfnarbe hat er auch schon wieder. Ich glaube, einen passenderen Namen als „Rambo“ gibt es für ihn wohl nicht… 🙂
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