Nein, wir haben hier kein Hochwasser, das Internet hatte sich für ein paar Tage verabschiedet. Einfach so. Ein seltsames Gefühl, so von der Welt abgeschnitten zu sein, andererseits auch die Erkenntnis, wie sehr man sich davon abhängig gemacht hat. Ein Leben ohne Internet? Geht nicht, oder? Ganz abgesehen vom Bloggerleben gibt es so viele Dinge, die ohne Internet gar nicht mehr vorstellbar sind: Schnell eine Mail geschrieben, hier und da recherchiert, neueste Nachrichten abrufen, Urlaub gebucht usw.
Ich bin froh, wieder Kontakt mit der großen weiten Welt und damit zu Euch zu haben. Andererseits war da während der letzten Tage das Gefühl, auf einmal so unendlich viel Zeit zu haben… zwei Seiten einer Medaille.
Die internetlose Zeit und den total verregneten Sonntag habe ich genutzt, um endlich meine Urlaubsbilder zu bearbeiten. 
Die erste Serie gibt es heute – eine tierische 🙂
Hi, ich bin der Boss des Nordseedeichs

Ich wohne mit meiner Familie am Leuchtturm in Westerhever und wir können hier in den Salzwiesen den ganzen Tag herumtoben und köstliche Kräuter und Gras fressen. Naja, so ganz ungefährlich ist das nicht, denn wenn die Flut mal höher wird, dann kommt unser Chef und treibt die ganze Herde von den Salzwiesen weg auf den sicheren Deich.

Hier auf dem Deich passiert uns nichts, das Wasser ist weit weg.

Abmarsch in ein sicheres Gebiet, die Flut wird heute nämlich höher und wird einen Teil unserer Wiesen überschwemmen – Ab und zu passiert es leider mal, dass vor allem eines der noch kleineren Familienmitglieder in einen der mehr oder weniger tiefen Wassergräben fällt, die die Salzwiesen durchziehen. Da müssen der Chef und seine beiden Hütehunde dann aufpassen, dass das nicht ein schlimmes Ende nimmt. Meistens blökt Mutter Schaf dann aber laut genug, so dass schnell Hilfe zur Stelle ist.

Dieses Mini-Familienmitglied war nicht davon abzubringen, den ganzen Deich auf Schafsknien rutschend abzugrasen. Vielleicht findet er die schöne Gegend, in der wir wohnen, ja auch einfach nur zum niederknien…

In jeder Familie gibt es ja vermutlich einen Außenseiter. Davon sind auch wir nicht verschont geblieben. Das ist Heinrich, das Schwarze Schaf unserer Familie.
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