Heute nun die Fortsetzung der Nordseebilder. Nachdem es gestern Geschichten über Schafe gab, ist heute ein Leuchtturm dran. Gemeint ist der Westerhever Leuchtturm, ein 41,5 m hoher Turm, der 1906/07 gebaut wurde. Die Reichweite des Lichtes beträgt 21 Seemeilen (ca. 39 km). Bis 1979 wurden die beiden Häuser am Turm von einem Leuchtturmwärter bewohnt. Heute gibt es den einsamen Wärter nicht mehr. Das Leuchtzeichen wurde automatisiert und wird vom Wasser- und Schifffahrtsamt in Tönning ferngesteuert. In die beiden ehemaligen Wärterhäuser ist die Naturschutzstation des Nationalpark Wattenmeer eingezogen. 
Den Turm kann man nach Anmeldung besichtigen. Aber da wir uns ganz spontan zu einem Besuch entschlossen hatten, blieb uns der Ausguck aus luftiger Höhe leider verwehrt. Grund genug, um noch einmal hinzufahren…

Erreichbar ist der auch in der Werbung bekannte Leuchtturm über den seit 1981 existierenden Betonpfad oder in den Sommermonaten auf dem historischen Stockenstieg. Dieser mit Ziegeln geklinkerte ca. 1 km lange Weg führt vom Leuchtturm über insgesamt drei Brücken durch die Salzwiesen zum eingedeichten Festland. Er ist geschützes Kulturdenkmal und zählt zum Nationalpark Wattenmeer. Als wir dort waren, war er leider nicht begehbar. 

Kühe gibt es dort am Leuchtturm natürlich nicht, die fand man auf den weiten Weideflächen vor den Deichen. Wir hatten eine wunderschöne Ferienwohnung auf einer alten Warft (ein künstlich aufgeschütteter Hügel, der dem Schutz von Menschen und Tieren bei Sturmfluten dient). Dort war es nicht nur unglaublich ruhig (einzige „Lärmquelle“ war ein Kuckuck…), sondern man hatte ringsherum einen grandiosen Blick auf die weite Landschaft. Und so bot sich bei schönem Wetter abends dieser Kuh-Sonnenuntergang-Blick:

Ohne Kühe sah das dann so aus:

Wenn Ihr möchtet, kann ich Euch noch mehr Nordseefotos zeigen. Z.B. die vom Abendausflug mit Hitchcock-Feeling. Wollt Ihr?
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