Ihr wolltet es nicht anders, also gibt es wieder Nordseefotos.
Falls Ihr denkt, dass die Überschrift nun ja so gar nicht zu Bildern vom Meer passt, doch, das tut sie. Das werdet Ihr gleich sehen bzw. lesen. 
Eines abends haben wir noch einen Ausflug zum Eidersperrwerk gemacht. Dunkle Wolkenfetzen jagten über den Himmel und ließen ab und zu ein paar Sonnenstrahlen auf die Landschaft fallen, eine ziemlich mystische Stimmung.

Und ganz plötzlich waren wir mittendrin in unserem „Hitchcock-Abenteuer“ und spielten mit in der Fortsetzung „Die Vögel“. Herr Glasperlengarten war in der Nähe des Schiffsanlegers zwei Küstenseeschwalben zunahe gekommen, die dort offensichtlich beabsichtigt hatten, zu brüten! Mit lautem Gekreische erhoben sie sich in die Luft und attackierten uns. Hui, nach einigen Schrecksekunden, in denen diese schreienden Ungeheuer der Lüfte nur wenige Zentimeter entfernt empört über unsere Köpfe hinwegsausten, ergriffen wir die Flucht. Ans Fotografieren habe ich natürlich auch nicht mehr gedacht.
Nur wenige Meter entfernt hatten sich rechts und links der riesigen Sperrtore hunderte von Seeschwalben auf der Steinmole niedergelassen, um dort zu brüten. Hier wurde auch auf Schildern hingewiesen, diesen Seevögeln nicht näher als unbedingt nötig zu kommen. Wir waren ja schon vorgewarnt und hielten dementsprechend Abstand.

Es blieb weiterhin spannend, dabei wollten wir uns doch nur in aller Ruhe das Sperrwerk ansehen… Plötzlich lautes Tatütata und etliche Blaulichter, die Durchfahrt der Röhre wurde gesperrt und auf dem Sperrwerk tauchten plötzlich mehrere Feuerwehrfahrzeuge auf. Irgendwoher quoll Qualm in die Luft, Wasserschläuche wurden ausgelegt – und dann stellte sich heraus: Es war nur eine Übung, in deren Verlauf wir auch noch Bekanntschaft mit dem Sprühnebel des dicken Wasserstrahls machen durften.

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