herbstlich, findet Ihr nicht? Das Sonnenlicht hat besonders spätnachmittags einen besonderen Touch, morgens ist der Rasen mit feinsten Spinnweben bedeckt, Tautropfen funkeln in der Sonne, Äpfel werden sichtbar rot und die Blätter an unseren beiden Kirschbäumen verlieren zusehends die  Farbe. 

Ich freu mich zwar auf den Herbst mit seiner bunten Farbenpracht und den herbstlichen Temperaturen, aber was mir ganz und gar nicht gefällt ist, dass es abends nun schon merklich früher dunkel wird. Das ist nämlich das, was ich am Sommer ganz besonders liebe: die hellen Abendstunden, an denen man noch ganz lange im Garten sitzen kann. Aber auch das hat eine gute Seite, denn im Kerzenschein auf der Terrasse zu sitzen ist auch ewas Feines. 
Nur der kleine Kater murrt manchmal, weil er bei einbrechender Dunkelheit ins Haus muss und wenn er sich noch nicht richtig ausgetobt hat, dann macht er halt drinnen die Nacht zum Tag. Gestern Abend hat er sich hinter einer Lautsprecherbox verschanzt und mit einigem Getöse versucht, die Kabel rauszuziehen. Als wir ihn dabei ertappten, sauste er mit diabolischem Grinsen Haken schlagend quer durch Wohnzimmer, Küche und Flur und versteckte sich dort hinter dem Vorhang. Er dachte, wir finden ihn nicht, aber unter dem Stoffrand lugte vowitzig sein Schnäuzchen hervor und ein kohlschwarzes Auge funkelte uns an …
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