Also, das kann ich nicht auf mir sitzen lassen!

Rein  zufällig entdecke ich, was Dosine Euch geschrieben hat, als es vor ein paar Tagen hier nachts so gerumst hat. Da erzählt sie Euch doch wahrhaftig, ich Angsthase hätte mich in ihre Arme geflüchtet. Pah! Genau andersherum war es. Natürlich ist Dosine nicht unter meine Pfoten geflüchtet, aber ich war es, der sie beruhigen musste, als sie schreckensstarr und wortwörtlich wie vom Donner gerührt nachts mit angstvollen Augen im Bett saß! Ich habe mich in ihre Arme gekuschelt und hab mit ihr geredet, damit sie nicht mehr so Angst vor dem Donnerwetter hat. Genauso war es, ich schwöre! Sir Henry konnte ich nicht auch noch alarmieren, der lag nämlich im Tiefschlaf auf der Couch und wurde noch nicht mal von diesem irren Donnerschlag wach! Aber das kenne ich ja schon, wenn es brenzlig wird und Not am Mann bzw. am Kater ist, muss ich immer einspringen. Henry schläft lieber. Meistens jedenfalls. Gestern hat er sich auch den ganzen Tag auf der Couch herumgelümmelt. Spätabends, es war schon dunkel, hat er sich verabschiedet und verschwand in der finsteren Nacht, um erst heute Morgen nach Hause zu kommen. Das hätte ich mal machen sollen! Die Welt ist nicht gerecht, denn Sir Henry darf so was. Aber ich hätte ja sowieso nicht mitgehen können, denn ich musste ja wegen der vielen Gewitter gestern wieder auf Dosine aufpassen, damit sie sich nicht wieder so gruselt…

So, und nachdem ich jetzt hier mal die Tatsachen richtig gestellt habe, gehe ich jetzt wieder in meinen Garten, krieche in mein Versteck unter dem Blätterdach im Vorgarten und halte ein Mittagsschläfchen. Ich muss schließlich ausgeschlafen sein, wenn ich vielleicht heute Nacht wegen Donnergetöse wieder Wache bei Dosine halten muss.

Schnurrende Grüße

Euer

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