Also, allmählich können wir wirklich aufatmen, auch wenn es nun Sir Henry erwischt hat. Dem ging es gestern Nachmittag sichtlich schlechter und fressen wollte er auch nicht so richtig. Er hatte sich zurückgezogen und lag den ganzen Tag im oberen Flur auf seiner Decke. Glücklicherweise ist die Verabreichung der Antibiotika-Tabletten recht einfach, Leberwurst als Versteck sei Dank! Sein Zustand ist aber entgegen meiner Befürchtung heute nicht schlimmer geworden. Eigentlich würde ich eher behaupten, es geht ihm besser. Er frisst auch wieder.

Knöpfchen, die kleine Nervensäge, tollt wieder durch die Gegend und will permanent unterhalten werden. Frau Doc hat heute Morgen geraten, ihn noch ein paar Tage im Haus zu behalten, denn die Lungenentzündung ist noch nicht ganz ausgeheilt. Das „im Haus halten“ klang so locker flockig aus ihrem Mund, fast hätte ich ihr geglaubt, dass das eine einfache Sache ist. Sie kennt die Nervensäge nicht… Dieser kleine Kobold hat sie eh um die Pfoten gewickelt und Frau Doc ist völlig vernarrt in ihn, findet den kleinen Kater megasüß, kicher. Nervensäge kletterte also heute morgen aus dem Korb auf den Tisch, setzte sich vor sie hin und guckte sie ganz treuherzig und mit schmachtendem Blick an. Sie schmolz dahin wie Butter in der Sonne, zum weglachen. Ein Bild für die Götter!

Als wir wieder zuhause waren, polterte es auf einmal im Nebenzimmer und weil ich schnell genug beim Nachsehen war, hab ich diesen Poltergeist hier erwischt:

Langsam aber sicher sind wir hier bald wieder im Normalzustand, wird aber auch Zeit. Immerhin ist nächste Woche Weihnachten und ich bin immer noch auf der Suche nach Weihnachtsstimmung. Aber wenigstens die Geschenke habe ich mittlerweile alle zusammen.

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