Eingesperrt im Wintergärtchen wird dieses Jahr unser Weihnachtsbaum und damit ausgesperrt von sämtlichen Vergnügungen aller Art wird die kleine Nervensäge. So wie dieser Kobold augenblicklich drauf ist, hätten wir sonst nichts vom Baum, da bin ich mir sicher. Er würde ihn in Nullkommanichts abräumen und meine wunderschönen und für mich kostbaren Weihnachtskugeln, die ich über viele Jahre gesammelt habe, hätten ihr Leben im Handumdrehen ausgehaucht. Also bekommt der Baum einen neuen Platz, was zudem den Vorteil hat, dass wir im Wohnzimmer nicht immer um ihn herumlaufen müssen. Und die sonst dringend notwendige 24-Stunden-Aufsichtspflicht über die Nervensäge entfällt auch ;-).

Ihr könnt Euch nicht vorstellen, welchen Rabbatz der kleine Kater von morgens bis abends hier anstellt. Er strotzt nur so vor Unternehmensgeist, seit dem er wieder gesund ist. Scheinbar setzt er alles dran, um die „verlorenen“ Krankheitstage wieder einzuholen. Heute in aller Früh pflückte er meine schöne Sternenkette an der Haustür vom Haken. Zuvor hatte er schon den untersten Stern abgebissen, danach musste  der Rest der Kette dran glauben.

Überhaupt steht Weihnachtsdeko hoch im Kurs. Ein lautes „Nein“ scheint ihn nur noch mehr anzustacheln und einen Augenblick später schleppt Kater ein glitzerndes Bäumchen durch die Gegend. Umkippen von Porzellan- und Holzsternen ist auch ziemlich beliebt. Papierkörbe stehen bei uns neuerdings nicht mehr auf dem Fußboden, sondern sind in höheren Gefilden deponiert, weil er sie grundsätzlich ausräumt, sich im leeren Korb zusammenrollt und damit durch die Gegend kegelt. Ach ja, Teppiche werden lebendig, in dem man mit den Krallen eine Ecke hochhebt und dann darunter herrobbt. Angesagt und höchst spannend ist auch die Hilfe beim Weihnachtsputz. Schließlich muss man ja die Putztücher festhalten oder sogar wegschleppen, sie könnten ja sonst verloren gehen.

Zum Glück ist er jetzt draußen im Garten, ich kann also ungestört das erledigen, was heute auf meinem Plan steht.

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