Zunächst einmal Danke für Eure lieben Kommentare, mit denen Ihr mich bestärkt habt, hier weiter zu machen. Auch wenn ich nicht immer geantwortet habe, ich habe mich über jedes liebe Wort gefreut.

Ihr habt Euch sicherlich gefragt, was es mit der Überschrift des heutigen Postings auf sich hat. Naja, ich habe eine neue Lieblingsspeise und man kann den Eindruck gewinnen, dass ich davon in letzter Zeit nicht genug kriegen kann… Ich liebe Fadensalat, ja wirklich :-). Selten habe ich soviel aufgetrennt wie beim jetzigen Geheimprojekt und eigentlich hätte ich es wissen müssen, dass der Endspurt auch nicht so glatt gehen würde, wie ich es mir gedacht hatte. Also habe ich mal eben 6,50 m wieder aufgetrennt und starte heute einen neuen Anlauf. Diesmal wage ich aber keine Experimente mehr, sondern halte mich lieber an Bewährtes.

Da beste Freundin das eigentliche Geheimnis kennt, aber keinerlei Ahnung hat, wie es aussieht, kann ich Euch ja zumindest an dieser Stelle schon mal sagen, um was es eigentlich geht. Nur zeigen kann ich es Euch (noch) nicht, weil sie ja hier mitliest. Sie hat sich einen langgehegten großen Traum erfüllt und startet in ein neues Leben. Für diesen Neuanfang und zum bevorstehenden Umzug nähe ich Ihr eine Quiltdecke für Ihr neues Zuhause und dabei klappte nicht immer alles so wie es sollte.

Im wahren Leben bin ich bei manchen Dingen nicht gerade ein Ausbund von Geduld ;-), aber Auftrennen wirkt zunehmend wie ein beruhigendes Mantra auf mich. Kaum vorstellbar, oder? Ist aber so. Ich sitze mit einer Seelenruhe da und trenne Naht für Naht wieder auf, fitzel die winzigen Fädchen vom Stoff und fang dann von vorne an. Kurz vor Fertigstellung musste ich nun gestern also noch mal die Randeinfassung abtrennen. Ich hatte nämlich die Vorstellung, sie diesmal komplett in einem Rutsch mit der Maschine anzunähen, anstatt die Rückseite wie bisher zum Schluss mit der Hand zu nähen. Das Ergebnis hielt meiner pingeligen Qualitätskontrolle nicht Stand. Von vorne sah es toll und akkurat genäht aus, was man von der Rückseite allerdings dann nicht sagen konnte. Ich hatte beim Nähen zwischendurch immer wieder auch die Rückseite kontrolliert – der Eindruck war recht gut, also weitergenäht. Die letzte Seite hab ich ohne Kontrolle fertig gemacht, es stand ja schließlich schon 3:1 für mich, was sollte da also noch groß passieren? Tja, als ich die Decke umdrehte und mein Werk betrachtete, fiel die Entscheidung ziemlich schnell, dass ich das so nicht lassen würde. Und dann gab es halt wieder Fadensalat…

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