Als es vor einigen Tagen endlich mal nicht regnete, habe ich eine Runde durch den Garten gedreht. Unübersehbar kommt er herangeschlichen. Es wird ganz, ganz langsam Frühling. Wenn der Boden (wir haben leider schweren Lehmboden) nicht so nass und überaus matschig wäre, könnte man schon ein bisschen mit Gartenarbeiten anfangen, mit Unkraut entfernen beispielsweise. Das wächst nämlich schon prima. Das geht aber vorerst nur von den befestigten Wegen aus. Naja, die Gartensaison ist ja auch noch nicht eröffnet, schließlich haben wir erst Februar, und der ist immer noch ein Wintermonat. Das hat jemanden in der Nachbarschaft aber nicht abgehalten, den Rasen zu mähen…

Bei meinem Gartenrundgang neulich bin ich leider auch auf ein Scherbengericht gestoßen, nämlich das hier:

Vielleicht erinnert Ihr Euch noch: Eine alte blaue Glasvase aus dem Fundus meines Elternhauses hing seit Jahren im alten Kirschbaum. Ich befüllte sie ab und zu mit Blumen oder blühenden Zweigen aus dem Garten und weil wir so gut wie keinen Winter hatten, hatte ich völlig vergessen, sie mit ins Haus zu nehmen. Dann kamen vor einiger Zeit ein paar recht frostige Tage, aber die Vase war inzwischen total aus meinem Gedächtnis verschwunden. Die Minustemperaturen hat sie leider nicht überlebt. Ihre Überreste fand ich auf der Wiese unter dem Baum… Es passiert nicht so oft, aber an dieser alten Vase habe ich sehr gehangen. Zusammenkleben lässt sie sich wohl eher nicht mehr :-(. Ich werde jetzt die Augen offen halten, ob ich irgendwo einen Ersatz für sie finde. Vielleicht hat jemand von Euch noch solch ein Schätzchen irgendwo herumstehen und braucht es nicht mehr?

Das Geheimnis ist inzwischen fertig und ich hoffe, es macht demnächst große Freude. Vorgestern habe ich auch meinen Frühlingsquilt vom letzten Jahr aus der Versenkung geholt. Der war ja inzwischen leider zu einem UFO geworden. Die wenigen Reihen, die ich bereits genäht hatte, habe ich wieder aufgetrennt – ich lieeebe Fadensalat, wie Ihr ja jetzt wisst :-).

       

Nein ernsthaft, es gab da einige Nähte, die nicht exact zusammengenäht waren. Vermutlich sind die zusammengesetzten Quadrate aus einer Jelly-Roll nicht genau gleich gewesen (in meinem jugendlichen Leichtsinn bin ich natürlich davon ausgegangen, dass sie stimmen). Also werde ich mich jetzt erst mal daran setzen, die Maße genau zu kontrollieren und ggf. zu korrigieren. Davor gruselt es mich schon, denn ehrlich gesagt ist (Zu-)Schneiden ganz und gar nicht meins! Noch nie gewesen und wird es auch wohl nicht mehr. Denn ich kann machen was ich will, irgendwie und irgendwo habe ich auf einmal zuviel oder zu wenig abgeschnitten. Sagt jetzt nicht, das kann mit Rollschneider und Schneidematte eigentlich nicht passieren. Ich jedenfalls kann das… Beim Geheimnis beispielsweise rutschte der Stoff unter dem Quiltlineal auf einmal unmerklich weg und einige Quadrate wurden schief.

Aber es hilft ja nichts, Augen zu und durch, denn schließlich soll auch diese Decke so schön wie möglich werden. Vielleicht traue ich mich demnächst dann auch mal endlich ans Freihandquilten oder an die Quilt-as-you-go-Methode. Hat von Euch Letzteres schon mal jemand gemacht? Ich glaube, ich sollte das erst mal an einem Kissen ausprobieren, bevor ich eventuell eine große Decke damit versemmel… Ach ja, die Deckeneinfassung werde ich zukünftig nur noch mit der Hand annähen. Auch in meinem Alter lernt man ja immer noch dazu ;-).

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