und eigentlich schon wieder ein Geheimnis. Diesmal für Mutter Glasperlengarten geplant. Ich habe sie letzte Woche ein paar Tage besucht und hatte das Geheimnis für beste Freundin dabei. Sie war begeistert und schon entstand mein nächster Geheimplan :-). Ich hatte letztes Jahr ja zwei Quilts begonnen, die dann irgendwann als UFO in den Tiefen des Nähschrankes verschwanden. Einer wird ja mein Frühlingsquilt, den anderen bekommt nun Mutter Glasperlengarten. In den letzten Tagen habe ich die restlichen Blöcke und anschließend das Top zusammengenäht. Zeigen kann ich Euch das Geheimnis hier, denn sie liest ja nicht mit ;-):

Passenden Rückseitenstoff hatte ich noch, nur Vlies musste ich noch besorgen. Also bin ich vorgestern ins etwas weiter entfernte Quiltgeschäft gefahren. Am liebsten wäre ich dort geblieben bzw. hätte mich für ein paar Nächte einschließen lassen, um in Ruhe stöbern zu können. Der Laden ist in einem alten Fachwerkhaus untergebracht. Schon wenn man die leicht knarrende Holztür öffnet und ihn betritt, nehmen einen sofort das besondere Ambiente und die Gemütlichkeit gefangen. Stoffe über Stoffe, wohin man auch blickt und tritt, ein Stöffchen schöner als das andere, mit sichtbar viel Liebe zusammengestellte und gefaltete Stoffpackungen in Kisten und Körben, ein buntes Farbenmeer in den Regalen. Ich war lange nicht dort gewesen, aber sofort wieder hin und weg. Und von dem im Kursraum an der Wand hängenden Dahlien-Quilt konnte ich mich überhaupt nicht mehr losreißen. Er war einfach nur „WOW“, ein Traumstück, eine Farbenpracht sondergleichen.

Da die Decke für Mutter Glasperlengarten nicht so groß ist wie meine beiden bisherigen Quilts, möchte ich versuchen, die Blöcke im Stickrahmen der großen Nadelfee zu quilten. Die Probestücke gestern Abend sind mir schon sehr gut gelungen. Entweder entscheide ich mich für eines dieser beiden Muster, oder vielleicht verwende ich sie auch beide abwechselnd. Das weiß ich noch nicht so genau.

Es wird eine ganz schöne Arbeit und zeitaufwändig werden, jeden einzelnen Block akkurat in den Rahmen einzuspannen. Mit den einzelnen Probestücken ging das einfach, aber der viele Stoff unter der Maschine wird eine Herausforderung werden.*** Ich werde heute mal vorsichtig damit anfangen und bin selbst höchst gespannt, ob mir das gelingt.  Eigentlich wollte ich die Decke ja freihandquilten, aber ich glaube, dafür braucht es mehr Übung, als ich sie bisher habe. Und es wäre jammerschade, wenn ich den schönen Quilt „versemmeln“ würde, weil er nicht so wird, wie ich mir das ausgemalt habe. Ich bin nämlich pingelig… Mein nächstes Projekt wird also erst mal das Üben von Freihandquiltereien sein. Falls diese Versuche meinem kritischen Auge standhalten sollten, werde ich mal darüber nachdenken, meine Frühlingsdecke damit zu verschönern. Wie es mit dieser Decke weitergeht, erzähle ich Euch beim nächsten Mal.

*** Einige Stunden später kann ich Euch meine neuesten Erkenntnisse verkünden, die da lauten: Das war wohl nix! Nach etlichen (Fehl-)Versuchen hatte ich endlich den Stoff mittig im Stickrahmen eingespannt, aber dann… Die Riesenstoffmenge passte nicht unter die Maschine geschweige denn samt Rahmen unter die Nadel (zwischen Nadelspitze und Nähplatte ist ja nur wenig Platz und versucht dann mal, einen halben Quilt darunter her zu schieben :-(. Nun bleibt ja eigentlich nur noch das Freihandquilten. Hmm……….

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