Hallo, ich bin´s, Knöpfchen, die kleine Nervensäge! Bei dem schönen Wetter habe ich kaum Zeit, Euch aus dem Katerleben zu berichten, weil ich von morgens bis abends unterwegs bin. Tägliche Kontrollgänge sind hier mittlerweile wichtig geworden, wie Ihr gleich lesen könnt…

Da liege ich gestern friedlich und entspannt auf meiner wunderschönen bunten Blumenwiese. Um mich herum summt und brummt es, ich bin kurz vor dem Einschlafen, da höre ich auf einmal merkwürdige Geräusche aus der Dschungelecke in meinem Garten. Dort wächst eine dichte Hecke aus verschiedenen Sträuchern, unter deren Ästen und Laub man sich prima verstecken kann. Ich hörte jedenfalls jemanden darin herumtrapsen, und das geht ja nun gar nicht, denn schließlich ist das mein Garten! Widerwillig hab ich also erst mal meine Wiese verlassen und bin auf den nächsten Baum geklettert. Von oben hat man ja bekanntlich eine bessere Sicht:

Aha, da bewegten sich an einer Stelle Zweige, ich also zackig vom Apfelbaum wieder runtergehopst:

Unten angekommen saß da schon der nächste Aufreger mitten in meiner Blumenwiese! Toni von gegenüber! Ständig schleicht der jetzt durch meinen Garten, hockt stundenlang vor unserer Tür und Sir Henry und ich haben immer mehr den Eindruck, dass er bei uns einziehen will. Ohne mich! Aber von Toni will ich ja jetzt gar nicht erzählen. Dem habe ich flugs Beine gemacht und habe mich dann weiter an den Dschungel herangepirscht:

Hätte ich gewußt, was mich dort erwartet, wäre ich lieber auf meiner Wiese geblieben und hätte mich von Gesumm und Gebrumm in den Schlaf wiegen lassen! Ich erstarrte fast zur Salzsäule, während mir mein kleines Katerherzchen bis zum Hals schlug. Zwischen den Zweigen funkelten mich grüne Lichter an: Ein Dschungelungeheuer und keine rettende Dosine in der Nähe!

Das Ungeheuer machte auf einmal fröhlich „miau“ und hatte eine diebische Freude daran, dass es mich so erschreckt hatte: Mein Sir Henry, der auf seine alten Tage immer mal wieder seine dollen fünf Minuten kriegt. Aber vorsichtshalber hab ich nachgesehen, ob sich nicht noch jemand anderes dort versteckte. Habe aber nichts gefunden. Puh, Glück gehabt.

Ihr braucht Euch also keine Sorgen um mich zu machen, ich kann wieder ganz beruhigt auf meiner Blumenwiese ein Nickerchen machen.

Bis bald mal wieder.

Advertisements