bzw. aus meiner Sommerpause tauche ich heute mal wieder auf. Mein letzter Beitrag ist inzwischen über drei Wochen her. Unglaublich, wie schnell die Zeit verfliegt.

Nun denkt mal nicht, dass ich viel in meinem Nähzimmer gewerkelt habe, denn bei schönem Wetter war ich lieber draußen. Zum Nähen war es mir zu warm, zumal das Zimmer zur Südseite liegt und auch heruntergelassene Rolladen auf Dauer nicht all die Wärme zurückhielten.

Aber es gab ja auch kühlere Tage, an denen ich bei weit geöffnetem Fenster und frischer Luft nähen konnte. Tja, leider hat das ganz und gar nicht so geklappt, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie schwer ich mich mit dem Babyquilt getan habe. Ich habe gefühlt mehr Nähte wieder aufgetrennt, als die Decke überhaupt hat. Es wollte einfach nicht klappen, fragt mich nicht, warum. Ich weiß es selbst nicht. Wenn es meine erste Decke gewesen wäre, gut, dann hätte ich das ja noch verstanden und unter „lernfähig“ verbucht. Aber es war mein fünfter Quilt und mit jedem neuen hatte ich dazu gelernt – so dachte ich jedenfalls…

Ich hatte vorher auf Probestücken Quiltstiche ausprobiert. Das funktionierte einwandfrei. Aber dann… Die ersten zehn oder 15 Zentimeter ließ es sich auf der Decke gut sticheln, dann wurden die Stiche auf der Rückseite immer enger oder zogen sich auch auf dem Oberstoff zusammen. Also auftrennen. Die nächsten Versuche verliefen ebenso. Dann habe ich mich von der Vorstellung eines Zierstiches verabschiedet und Freihandquilten versucht. Das Ergebnis verlief noch erbärmlicher. Fadenspannung verstellen, andere Nadel oder anderer Näh-/Quiltfuß – nichts half. Der Berg Fäden von aufgetrennten Nähten wurde zusehends größer. Voller Frust habe ich die Decke zusammengepackt und weggelegt.

Mit der großen Nadelfee stand ich nun erstmal auf „Kriegsfuß“… Jedenfalls solange, bis mir eines Tages einfiel, dass die kleine Nadelfee einen Oberstofftransportfuß hat. Oh Wunder, es klappte und das Nähen auf dem neuen hohen Schnibbeltisch war eine wahre Freude, zumal sich der Stoff dort wunderbar ausbreiten ließ, ohne ständig im Weg zu sein.  Aber nun gefiel mir die gerade Steppnaht, die ich genau zwischen die Muster gesetzt hatte überhaupt nicht. Ich fand die Decke unmöglich und hätte sie so keinesfalls verschenkt. Was also tun? Zum Glück hatte ich einen Geistesblitz und hab einen Zierstich ausprobiert, der wie von Hand genadelt aussieht (mit diesem Stich hatte ich auch schon die Decke für beste Freundin gequiltet) und damit habe ich den bereits vorhandenen Steppstich dann übernäht.

Diese Decke war wirklich eine „schwere Geburt“ ;-), aber nun ist der Quilt für´s Baby endlich fertig und was noch viel wichtiger ist, er gefällt mir richtig gut (der zukünftigen kleinen Erdenbürgerin hoffentlich auch).

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