Etwas Süßes braucht der Mensch

bei dem gruseligen Wetter. Es ist nass, es ist kalt und tagsüber wird es nicht mehr richtig hell. Typisches Novemberwetter eben. Zur Stimmungsaufhellung habe ich einen köstlichen Rosinenstuten gebacken. Brotrezepte gibt es ja inzwischen wie Sand am Meer, aber nicht jedes kann überzeugen. Bei diesem hier kann ich Euch aber aus eigener Überzeugung bestätigen: Der Stuten schmeckt sehr gut! Ich habe allerdings ein Rosinenbrot mit Hefe gebacken. Das heißt, man muss viel Zeit (und Kraft für´s kneten) aufwenden. Bis das Brotstück zum Backen in den Ofen durfte, habe ich fast dreieinhalb Stunden gebraucht. Aber alleine der feine aufsteigende Hefeduft beim Gehen des Teiglings entschädigt dafür und erst recht der Anblick des fertigen Stutens.

Es zeigte sich auch hier wieder, wie recht unsere Großmütter mit ihrem Wissen hatten. Meine zum Beispiel hat immer gesagt: Die Zutatenmenge verändert sich je nach Backumgebung. Heißt, sie ist abhängig von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Das kann ich nur bestätigen, denn ich musste für meinen Rosinenstuten die Flüssigkeitsmenge um einiges erhöhen, weil der Teig viel zu trocken war und sich nicht kneten ließ.

Hier ist mein Rezept, nach dem ich gebacken habe:

  • 1 kg Mehl
  • 6 Eßl. Zucker (ich habe nur die Hälfte genommen, weil wir es nicht so süß mögen und die Rosinen ja auch noch genügend Süße haben)
  • 1 Prise Salz (wer mag, kann noch eine Prise Zimt dazugeben)
  • 1 Würfel frische Hefe (40 g) (mangels Vorhandensein habe ich die entsprechende Menge Trockenhefe für 1 kg Mehl verwendet)
  • 125 – 150 g Rosinen
  • 3/8 l Milch (damit bin ich nicht ausgekommen, ich musste ca. 1/8 l mehr nehmen)
  • 1 Ei
  • 125 g Butter

Da ich Trockenhefe verwendet habe, ist die Herstellung eines Vorteiges wie bei Frischhefe entfallen. Ich habe also gleich alle Zutaten zusammengerührt und den Teig kräftig geknetet. Die Teigschüssel habe ich mit einem Tuch abgedeckt und den Teil dann eineinhalb Stunden in Heizungsnähe gehen lassen. Nach dieser Zeit die Rosinen gut in den Teig einarbeiten und nochmals eine Stunde gehen lassen (bei mir wurden es 15 Minuten länger). Der Teig war inzwischen wunderbar aufgegangen und duftete schon köstlich. Ich habe ihn nochmals durchgeknetet und in eine gefettete Kastenform gefüllt, in der er weitere 45 Minuten aufgehen durfte. Dann endlich konnte ich die Form in den auf 200° (Umluft) vorgeheizten Ofen  schieben, nachdem ich zuvor die Teigoberfläche ca. 1 cm tief eingeritzt hatte. Ich habe übrigens die 200° für Ober- und Unterhitze eingestellt, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass bei reiner Umlufteinstellung das Backwerk zu trocken wird. Zu dem Brot habe ich eine Schale mit kochendheißem Wasser dazu gestellt. Die Backzeit beträgt eine Stunde (Stäbchenprobe machen).

Das nächste Rezept habe ich schon ausgeguckt… Ich werde berichten.

Verlinkt ist das köstliche Backwerk mit

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8 Gedanken zu “Etwas Süßes braucht der Mensch”

  1. Der sieht aber richtig gut aus. Davon ein Scheibchen mit Butter drauf! Hmmmm! Ich glaub, mein Magen hat gerade geknurrt! Ja, ein zweites Mal. Tut mir leid, hier kann ich heute nicht länger verweilen!!! 🙂 – Lasst ihn euch gut schmecken! LG Martina

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  2. Danke für das tolle Rezept. Ich mag Rosinenstuten sehr gerne und Deiner sieht richtig fein aus.
    glg Susanne

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  3. Inge, der sieht nicht nur lecker aus, der schmeckt bestimmt auch toll. Ich liebe Hefestuten. Liebe Grüße Eva

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  4. Hmmm, liebe Inge, nach Großmuztters Rezept, das sind immer die besten Kuchen :O) Danke für das schöne Rezept!
    Hab einen wunderschönen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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