Tag: 21. April 2017

Traum und Wirklichkeit

Soviel steht jetzt schon mal fest: Gartenträume und die Realität werden in diesem Jahr weit auseinander klaffen. Dafür hat die Frostperiode gesorgt. Ein trauriger Rundgang war das heute Morgen durch den Garten. Auch in der vergangenen Nacht hatte es noch einmal gefroren, aber nicht mehr so arg wie in den Nächten vorher. Gut, dass ich soviel wie möglich abgedeckt hatte. Was ohne Schutz bleiben musste, sieht zum Teil erbärmlich aus. Die Azaleen, über und über voller Knospen und kurz vor der Blüte, hat es neben der Kletterhortensie am schlimmsten erwischt, und auch die Blüten der Rhododendren sind alle erfroren.

 

So herrlich blühten die Azaleen im vergangenen Jahr. Diesmal werden sie bis auf wenige Blüten farblos bleiben (naja, das Grün bleibt uns hoffentlich erhalten…).

 

Und auch auf diesen Anblick der blühenden Rhododendren werden wir verzichten müssen:

Ich hoffe ja, dass sich die Astilben und der Ahorn noch mal erholen werden.

 

Trotzdem haben wir Glück gehabt, denn andere Regionen hat es weitaus schlimmer erwischt, denn es geht nicht nur um erfrorene Gartenpflanzen. Dort stehen bei den Obstbauern zum Teil ganze Existenzen auf dem Spiel. Nicht jeder hat die Möglichkeit (und die finanziellen Mittel), die Obstplantagen ganze Nächte hindurch ununterbrochen mit Wasser zu berieseln und auf diese Art und Weise zu versuchen, die Blüten vor dem Frost zu schützen. Und wenn man sich die Alpenregion anguckt mit Temperaturen bis -10°, da kann es einen nur gruseln. Tiefster Winter! Und die Frostperiode ist ja auch noch längst nicht vorbei.

Auch wenn die nächsten Nächte frostfrei bleiben sollen, ich habe mein Verpackungsmaterial gar nicht erst weit weggeräumt, denn der nächste Kälteeinbruch soll Anfang nächster Woche schon wieder vor der Tür stehen…