Nein, hier ist jetzt nicht ganz plötzlich eine Hitzewelle über uns hereingebrochen  🙂 . Als ich heute Morgen in den Garten sah, war das Gegenteil der Fall – alles weiß, mehr als gestern, und noch mehr Pflanzen haben gelitten und sind der Kälte zum Opfer gefallen. Traurig genug für uns Gartenliebhaber. Wenn man aber liest, dass der Frost in vielen Obst- und Weinanbaugebieten einen totalen Ernteausfall bewirken wird, relativiert es sich ein wenig, denn dort stehen ganze Existenzen auf dem Spiel.

 

Aber über das leidige Frost-Thema wollte ich ja gar nicht berichten, sondern von verzauberten Tropen, wo nicht nur angenehme Temperaturen herrschen und es eine üppige Vegetation gibt. Wir haben gestern kurzentschlossen einen Ausflug in eine solche tropische Umgebung gemacht und haben den Schmetterlingsgarten in Sayn besucht! Sicherlich nicht zum letzten Mal, das stand schon in den ersten Minuten fest. Kaum ließ man die Klimaschleuse hinter sich und betrat die tropische Pracht in den beiden großen Glaspavillions, war man in einer anderen Welt. Ich war sofort hin und weg, als mich die himmelblauen und fast handtellergroßen Morpho (auch Himmelsfalter genannt) umflatterten. Diese filigranen Wesen in ihrer unglaublichen Farbenpracht verzauberten einen sofort. Später las ich einen Eintrag im Gästebuch des Schmetterlinggartens von jemanden der schrieb, so müsse das Paradies aussehen … Dem habe ich nichts hinzuzufügen, für mich war es nämlich genauso.

 

  • Alle nachfolgenden Bilder lassen sich durch „click“ vergrößern

 

Noch bis Ende Mai kann man sich im Schmetterlingsgarten von den „weißen Wochen“ bezaubern lassen. Überall begegnet man den schwarz-weißen Hochzeitsschmetterlingen, auch  „Weiße Baumnymphe“ genannt. Der Falter stammt aus Südostasien und erreicht eine Flügelspanne bis zu 12 cm.

 

Zu meinem großen Bedauern ließen sich die zauberhaften Himmelsfalter nicht fotografieren. Ständig tanzten sie im Sonnenlicht um einen herum, aber man konnte gar nicht schnell genug den Auslöser betätigen, da waren sie nämlich schon wieder woanders.

Sobald sie sich irgendwo niedergelassen hatten, klappten sie sofort ihre Flügel zusammen und man konnte nicht mal ahnen, welche Farbenpracht sie im Flug entfalten würden. Anmutig und wunderschön sahen sie dennoch aus.

Besonders gut betrachten konnte man sie an den zahlreichen Futterplätzen:

 

Im Dschungelgrün spazierte man über Brücken und an glucksenden Wasserfällen vorbei durch das gläserne Zuhause der Schmetterlinge. Man kam kaum von der Stelle, weil es fast bei jedem Schritt etwas zu entdecken gab. Hier und da lud eine Bank zum Verweilen ein. Stundenlang hätte ich dort sitzen mögen, um dem bunten Geflatter zuzusehen.

Das hier war der einzige Morpho, der sich mit ausgebreiteten Flügeln von mir fotografieren ließ.

 

Lustig anzusehen waren auch die Chinesischen Wachteln, die mit ihrem putzigen Mininachwuchs durchs Tropenparadies sausten. Sie sorgen dafür, dass sich keine Schädlinge im Dschungel breit machen und den Schmetterlingen schaden.

 

Bei unserem Rundgang durchs Schmetterlingsparadies stießen wir auch auf diesen lustigen Gesellen, der uns neugierig beäugte, als wir an seinem Zuhause vorbeischlenderten.

 

Es gab noch viel mehr zu bestaunen und wenn Ihr wollt, gibt es demnächst noch einen weiteren Post über unseren Besuch im faszinierenden Schmetterlingsgarten.

 

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