Magical

Die im Frühjahr erst neu gepflanzte Hortensie „Magical Pinkerbell“ hat Dank meiner „Eimer-Abdeck-Aktion“ während der Spätfröste keinen Schaden genommen und blüht nun seit Anfang letzter Woche. Allerdings waren ihr da eindeutig die Temperaturen zu hoch. Spätnachmittags hingen Blätter und Blütenbälle schlapp herunter. Viel Gießen half und nun leuchten ihre pinkfarbenen Blütenbälle schon von weitem.

Extreme Wetterlagen sind wieder einmal angekündigt und heftige Gewitter und Unwetter sind im Anmarsch. Die Natur braucht dringend Regen, jedenfalls bei uns. Der Garten lechzt nach Feuchtigkeit. Aber muss es denn gleich immer so extrem sein? Hier und da liest man schon von einem drastischen Wetterwandel mit fast herbstlichen Temperaturen und das gleich für die nächsten sieben Wochen, denn heute ist ja Siebenschläfertag. Also, was mich angeht, ich glaube nur noch die Vorhersagen von einem zum anderen Tag. Alles andere bleibt abzuwarten, und ändern kann man es eh nicht.

Gestern ist die letzte Kohlrabi aus dem Hochbeet in den Kochtopf gewandert. Als Beetbepflanzung hat sie sich auf jeden Fall bewährt. Ob ich das von den Pastinaken auch sagen kann, wird sich noch zeigen. Ich bin ja schon mal froh, dass ich die Läuseinvasion mit meiner Spülmittelspritzung zumindest ein bisschen eindämmen konnte.

Ach ja, und dann habe ich noch einen neuen Versuch mit Bohnen gestartet. Den dritten und definitiv letzten… Diesmal sind die Bohnenkerne ins Hochbeet gewandert. Ich bin gespannt.

Hortensien und Kohlrabi wandern jetzt noch schnell zum Gartenglück von Loretta und Wolfgang

 

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Wochenende in Blau

Ein kleines blaues Wunder ist im Garten aufgeblüht. Ich hatte nach den strengen Spätfrösten nicht damit gerechnet, dass die blaue Hortensie dieses Jahr überhaupt blühen würde. Sie sah erbärmlich aus und ich fürchtete schon, dass sie die eisigen Nächte nicht überlebt hätte. Aber sie hat überlebt! Und sie hat noch mehr Blüten als im vergangenen Jahr, freu!

 

Die Farbschattierungen sind diesmal besonders prägnant. Das geht vom zarten Blau über Lila nach dunklerem Blau, einfach schön. Es wundert mich übrigens jedes Jahr auf´s neue, dass die Hortensie ohne entsprechenden Dünger immer blau blüht. Ich dachte immer, die Pflanzen benötigen dafür einen Eisendünger? Aber den habe ich ihr definitiv noch nie verabreicht.

Mit meinem blauen Wunder hüpf ich noch schnell zum Gartenglück.

Habt ein schönes Wochenende und bleibt von Wetterkapriolen verschont.

Auf frischer Tat ertappt

Ich hoffe, Ihr seid alle gut durch die gestrigen Unwetter gekommen. Gebietsweise sieht es ja übel aus. Bei uns hat es fünf dicke Tropfen geregnet, von Ferne hörte man es grummeln und ab und zu fegten Windboen durch den Garten. Gegen 23 Uhr hatten wir immer noch 28°, es war unerträglich warm und ich dachte mehr denn je ans Auswandern ins Land der Pinguine am Südpol  🙂 . Heute weht ein frisches Lüftchen und es hat sich mächtig abgekühlt. Endlich wieder durchatmen!

Da hatte ich mich doch so sehr auf die wenigen Kirschen gefreut, die trotz des späten und strengen Frostes an der Kübelkirsche wuchsen. Nun sind sie weg! Die Diebe habe ich auf frischer Tat ertappt:

Das ist der kümmerliche Rest, der heute Morgen noch am Baum hing:

Dabei hätte sich das Federvieh lieber über die vielen schwarzen Läuse hermachen sollen, die zu Tausenden Baum und Garten bevölkern. Aber offensichtlich ist ein Großteil der Meisen inzwischen ins vegetarische Lager übergewechselt. Die Beeren meiner Felsenbirne haben sie nämlich auch geraubt…  😉

Herz am seidenen Faden

Ich liebe die frühen Morgenstunden im Sommergarten. Ganz still ist es dann noch, wenn die Natur gerade erwacht ist.

Plötzlich wurde mein Blick von einem filigranen tanzenden Etwas auf der Wiese gefesselt.

Nein, das ist kein UFO und auch kein Fehler auf der Linse 🙂

Das „Etwas“ hing am unsichtbaren Faden, den eine Spinne gewebt hatte, tanzte durch die Lüfte und dachte gar nicht daran still zu halten, damit ich ein gestochen scharfes Foto machen konnte.

Ein kleines Herzchen an einem seidenen Faden schwebte in der lauen Sommerluft vor meinen Augen hin und her, bis es schließlich irgendwann erschöpft vom Tanz zu Boden fiel:

Es war nicht alleine, denn im Gras lagen schon viele abgestürzte kleine Herzchen…

Sie alle kamen von hier:

Bobby-James – die Herzchenrose! Sie lässt nicht nur einfach ihre Blütenblätter fallen, sondern verzaubert meinen Sonntagmorgen mit Herzen am seidenen Faden!

Das Herz schicke ich noch schnell zu Loretta und Wolfgang ins Gartenglück und zum Montagsherz.

Habt einen schönen Sommersonntag.

 

 

Gartenlust und -frust

Mai und Juni sind für mich die schönsten Gartenmonate und auf Schritt und Tritt ein einziger Blüten- und Farbrausch.

Als ich die Koffer für den Mädelsurlaub packte, begann der alte Kirschbaum gerade zum zweiten Mal zu blühen: Die dort heimisch gewordene Kletterrose Bobby James öffnete die Blüten. Angesichts des recht warmen Wetters hatte ich nicht damit gerechnet, nach meiner Rückkehr noch viel von der Rosenblüte zu sehen, denn leider blüht sie ja nur einmal. Groß war meine Überraschung, als ich im Garten einen riesigen Blumenstrauss vorfand, während heute bei dem starken Wind unaufhörlich die letzten Blütenblätter vom Baum wehen und die Wiese aussehen lassen, als hätte es frisch geschneit.

 

Gartenfrust dagegen schlug an anderer Stelle zu. War ich zuvor noch so froh darüber gewesen, dass entgegen aller Unkenrufe weder Schnecken noch sonstiges Getier das neue Hochbeet heimsuchten, traute ich nach dem Urlaub kaum meinen Augen: Ganze Heerschaaren von Läusen (und auch anderes Getier) hatten meine Pastinaken überfallen und sich auf und unter den Blättern niedergelassen. Laus an Laus saß dort und freute sich darüber, sich die Bäuche vollschlagen zu können. Hmpf… Ich hab´s nun erst mal versucht, sie mit verdünnter Seifenlauge zu vertreiben. Sieht nicht so aus, als hätte das die Biester groß beeindruckt… Was nun?

 

Und dann versuche ich immer noch das Geheimnis der verschwundenen Bohnen zu ergründen. Ende Mai hatte ich etliche Bohnenkerne im Gartenbeet ausgelegt und wartete auf das Grün. Wartete und wartete und wartete… Vergebens. Noch vor der Mädelswoche habe ich nachgesehen, was die Kerne denn so lange in der Erde machen. Tja, es waren gar keine mehr da! Keinen einzigen Bohnenkern habe ich gefunden! Einfach auf Nimmerwiedersehen und ohne Spuren zu hinterlassen verschwunden! Die Erde war nicht aufgewühlt oder aufgekratzt, nichts dergleichen. Zauberbohnen, die sich auf geheimnisvolle Art und Weise ins Nichts auflösen 😉

 

Nicht verschwunden dagegen sind meine neuen David-Austin-Rosen, die ich im Frühling gepflanzt hatte. Sie holen allmählich den Rückstand durch die Spätfröste auf und zeigen erste Blüten. Eine ungewöhnliche Blütenform hat „Sir Walter Scott“. Sie hat Ähnlichkeit mit einer Dahlie, findet Ihr nicht auch? Mir gefallen die kleinen rosettenartigen Blüten sehr. Ein bisschen enttäuscht bin ich nur über den geringen Duft. Da hatte ich wohl meine Erwartungen zu hoch geschraubt.

Duftmäßig ein Highlight ist dieses Jahr dagegen wieder die französische Rose, deren Namen ich leider nicht weiß. Ihr Duft ist unglaublich, genauso wie die Blütenfülle. Sie hatte ja schon im letzten Jahr lange und ausgiebig geblüht, aber nun hat sie trotz der Spätfröste noch viel mehr Blüten angesetzt.

Ich bin gespannt, wie die Blüten der anderen englischen Rosen aussehen werden, wenn sie demnächst aufblühen und hüpf nun noch schnell zum Gartenglück.