Angesichts des dramatischen Insektensterbens füttern wir auch im Sommer die Vögel im Garten. Früher (dieses „früher“ ist gefühlsmäßig erst ein paar Jahre her) gab es überall ausreichend Nahrung für die gefiederten Gesellen. Früher hatte man in den Sommermonaten ständig Fliegen im Haus (ein begehrtes Jagdobjekt für den kleinen Kater) – und heute? Selten, dass sich im Sommer mal eine Fliege ins Haus verirrt. Die Straßenlaterne, die vor unserem Haus steht, wurde früher in der Dämmerung und den Nachtstunden von unzähligen Insekten umkreist. Ein Paradies für die hier heimischen Zwergfledermäuse. Jetzt kann man die Insekten abends zählen, die Lichtquellen umkreisen. Bei Autofahrten in der Dunkelheit bleiben Scheiben und Scheinwerfer sauber. Freuen kann ich mich darüber nicht. Heute freue ich mich über jede Biene, Hummel und jeden Falter und anderes Getier, das durch den Garten flattert und auch darüber, wenn wieder eine Wohnung im Insektenhotel neu bezogen ist.

Wir wundern uns schon seit längerer Zeit, dass die Futterröhre im Vogelhäuschen, die wir oftmals nachmittags noch ein zweites Mal gefüllt hatten, am anderen Morgen total leer ist, obwohl sie abends noch genügend Futter für den nächsten Morgen enthielt. In den Sommermonaten bin ich oft ganz früh auf den Beinen und genieße dann die Stille im Garten. Mir ist dann schon öfters aufgefallen, dass das Vogelhaus selbst bei Tagesanbruch im Morgengrauen schon leer ist. Das konnten unmöglich Vögel sein – und nun sind wir dem Dieb vor einigen Tagen auf die Schliche gekommen:

Und nun? Wie werden wir diesen Gesellen wieder los? Abends achten wir jetzt immer darauf, dass die Futterröhre leer bleibt und er vielleicht eines Tages von selbst wegbleibt. Den Zugang zum Auto haben wir ihm schon im vergangenen Jahr erheblich erschwert, nachdem Herr Glasperlengarten im Motorraum eines Tages ein halbes angefressenes Käsebrötchen und ein Stück Kuchen gefunden hatte…

 

Nicht vergessen: Nur noch bis heute findet die Schmetterlingsaktion vom NABU statt! Ich mache mit, auch wenn zu befürchten ist, dass es ein frustrierendes Ergebnis gibt. Wir haben dieses Jahr nämlich kaum Schmetterlinge im Garten. Der große Schmetterlingsstrauch öffnet gerade erst seine erste Blüte und das Wetter ist heute auch nicht gerade schmetterlingsfreundlich. Es ist grau und fängt gerade an zu nieseln.

Mit dem Insektenhotel hüpfe ich noch schnell zum Gartenglück von Wolfgang und Loretta. Vielleicht spricht sich ja herum, dass im Hotel noch einige Wohnungen frei sind…

Habt einen schönen Sonntag!

 

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