Vor ein paar Tagen hatte ich einen Schrank leergeräumt, weil ich darin einen Teil der Weihnachtsdeko verstauen wollte. Als ich die Sachen sortiert hatte und anfangen wollte, sie einzuräumen, gab es keinen Platz mehr für Kerzen, Sterne und Kugeln:

Die Nervensäge hatte einen Heidenspaß und ließ sich nicht aus dem Schrank vertreiben. Als es langweilig wurde, kletterte der kleine Kater in die danebenliegende Schublade, dann über den hinteren Schubladenrand und verschwand im hinteren Teil des Schrankes. Dort rollte er sich laut schnurrend zusammen und dachte gar nicht daran, sein tolles Versteck zu verlassen. Ab und zu sah man seine kohlschwarzen weit aufgerissenen Augen über den Rand blinzeln, denn er musste ja unbedingt wissen, was ich machte, aber an Einräumen war vorerst nicht zu denken. Mit List und Tücke gelang es mir schließlich, ihn aus den Tiefen des Schrankes wieder hervorzulocken. Mit einem Satz sprang er aus der Schublade, schnappte sich eine weihnachtliche Filzgirlande und sauste mit ihr unter den großen Schneidetisch. Vor Vergnügen klopfte sein Schwanz auf den Boden – und dann machte er sich daran, die Girlande in ihre Einzelteile zu zerlegen. Bevor ihm das gelang, hatte ich ihn endlich gepackt und vor die Tür befördert, nachdem ich zuvor die Girlande gerade noch rechtzeitig retten konnte. Da saß er nun und miaute Zeter und Mordio in allen nur denkbaren Tonlagen, weil man ihn ausgesperrt hatte. Armer Kater…

Advertisements