Aus dem Leben

Neustart?

Und wieder stand gestern Abend Gartenverhüllung auf dem Programm, es war erneut Frost angesagt. Im vergangenen Jahr hatten wir um diese Zeit auch kalte Nächte, aber damals war vorher die Natur noch nicht so weit fortgeschritten, dass es große Schäden gab. Ganz anders in diesem Jahr. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass schon mal soviel verfroren ist wie jetzt. Ich hoffe ja immer noch, dass ein Teil der Pflanzen vielleicht doch noch einmal neu startet, wenn es wärmer wird. Aber erst mal rückt für die nächsten Tage ein neuer Frosteinbruch heran  😦 .

 

 

Einen „Neustart“ hat mein Blog gemacht. Mir war so danach – ein neues Aussehen musste her. Ich bin noch nicht ganz sicher, ob das Design so bleibt, oder ob ich vielleicht wieder zum alten zurückkehre. Momentan gefällt mir das neue recht gut. Was meint Ihr?

Traum und Wirklichkeit

Soviel steht jetzt schon mal fest: Gartenträume und die Realität werden in diesem Jahr weit auseinander klaffen. Dafür hat die Frostperiode gesorgt. Ein trauriger Rundgang war das heute Morgen durch den Garten. Auch in der vergangenen Nacht hatte es noch einmal gefroren, aber nicht mehr so arg wie in den Nächten vorher. Gut, dass ich soviel wie möglich abgedeckt hatte. Was ohne Schutz bleiben musste, sieht zum Teil erbärmlich aus. Die Azaleen, über und über voller Knospen und kurz vor der Blüte, hat es neben der Kletterhortensie am schlimmsten erwischt, und auch die Blüten der Rhododendren sind alle erfroren.

 

So herrlich blühten die Azaleen im vergangenen Jahr. Diesmal werden sie bis auf wenige Blüten farblos bleiben (naja, das Grün bleibt uns hoffentlich erhalten…).

 

Und auch auf diesen Anblick der blühenden Rhododendren werden wir verzichten müssen:

Ich hoffe ja, dass sich die Astilben und der Ahorn noch mal erholen werden.

 

Trotzdem haben wir Glück gehabt, denn andere Regionen hat es weitaus schlimmer erwischt, denn es geht nicht nur um erfrorene Gartenpflanzen. Dort stehen bei den Obstbauern zum Teil ganze Existenzen auf dem Spiel. Nicht jeder hat die Möglichkeit (und die finanziellen Mittel), die Obstplantagen ganze Nächte hindurch ununterbrochen mit Wasser zu berieseln und auf diese Art und Weise zu versuchen, die Blüten vor dem Frost zu schützen. Und wenn man sich die Alpenregion anguckt mit Temperaturen bis -10°, da kann es einen nur gruseln. Tiefster Winter! Und die Frostperiode ist ja auch noch längst nicht vorbei.

Auch wenn die nächsten Nächte frostfrei bleiben sollen, ich habe mein Verpackungsmaterial gar nicht erst weit weggeräumt, denn der nächste Kälteeinbruch soll Anfang nächster Woche schon wieder vor der Tür stehen…

Eisige Zeiten

Diese Überschrift trifft zwar auf so vieles in der heutigen Welt zu, was zum großen Teil zutiefst beunruhigend ist, aber heute Morgen kann man fast zu der Ansicht kommen, dass sich die Natur dem anzuschließen beginnt. Die frostigen Temperaturen haben heute Nacht ziemlich zugeschlagen, und trotz meiner Abdeckaktion haben viele Pflanzen sichtbar Schaden genommen. Wie weit der geht, wird sich demnächst noch zeigen.  Insbesondere Rotahorn, Schmetterlingsstrauch und Kletterhortensie lassen auch jetzt in der Mittagssonne noch immer alle Blätter hängen 😦 . Wenn man den Wettervorhersagen glauben kann, werden sich die Temperaturen nachts in der nächsten Zeit mehr oder weniger weiter um den Gefrierpunkt bewegen, in manchen Nächten auch wieder einiges darunter. Ob die täglichen Abdeckaktionen auf Dauer viel bewirken, ich weiß es nicht, hoffen wir es.

Und wie sieht es bei Euch aus?

 

Vereimert und verpackt …

Die letzten beiden Tage läuft hier abends eine Aktion, die dem berühmten Verpackungskünstler alle Ehre machen würde  🙂 . Aufgrund der frostigen Wettervorhersage (leider trifft sie ja auch ein), laufe ich abends zur Höchstform auf und „vereimere“ den Garten. Alles, was ich an Eimern und größeren Blumentöpfen finden kann, wird augenblicklich zu Frostwächtern umgerüstet. Jede Menge Folie ist ebenfalls im Einsatz. Aber leider kann ich nicht den ganzen Garten einpacken, und so haben heute Nacht schon einige Pflanzen Schäden erlitten. Das große Tränende Herz zum Beispiel. Als die gefrorenen kleinen Herzchen im Laufe des Vormittags auftauten, sah man ihnen an, dass sie halb erfroren waren  😦

Heute Morgen war hier alles weiß gefroren und die kommende Nacht soll noch kälter werden. Dabei können wir uns noch glücklich schätzen, nicht in den Alpen oder am Alpenrand zu wohnen, wo zur Zeit tiefster Winter mit unglaublichen Nachttemperaturen bis -12° herrscht.

Die Obstbaumblüte wird es wohl fast überall bei diesem Wetter arg erwischen, viele Obstbauern sprechen schon jetzt von einem Totalausfall der Ernte… Wenn die Temperaturen in den nächsten Nächten nicht noch unter die für uns angesagten -3° sinken, könnten wir vielleicht mit zwei oder drei Apfelbäumen noch ein wenig Glück haben, denn noch festgeschlossene Blütenknospen sollen bis -4° überstehen, während bereits offene Blüten bereits bei Temperaturen um 0° hin sind. Ich hoffe, dass es bei den schon verblühten Kirschbäumen nicht zu einem Totalausfall kommt. Bei der großen Kübelkirsche ist es uns gelungen, wenigstens einen Großteil der Äste mit Folie abzudecken.

Wie sieht es denn bei Euch mit Wetter und Garten aus? Seid Ihr auch zu Verpackungskünstlern geworden?

 

Ranunkelliebe

Meine Lieblings(schnitt)blume im Frühling ist eigentlich die Fresie, deren wundervoller Duft mich immer wieder verzauberte. Dieses Jahr war alles anders. Der zarte Duft, der für mich immer Inbegriff des Frühlings war, war verschwunden. Selbst beim Gärtner meines Vertrauens gab es ihn nicht mehr. Hatte man ihn weggezüchtet? Inzwischen waren aber fast unmerklich Ranunkeln in meinen Fokus gerückt und eroberten immer mehr mein Herz und nun hat mich die Ranunkelliebe fest im Griff, auch wenn diese Blumen kein bisschen duften. Wundervoll sind sie, die gedrehten Blütenrosetten, von denen jede ihren eigenen Zauber hat. Und – es sind äußerst dankbare Blumen für die Vase. Der letzte Strauss hat uns über zwei Wochen erfreut.

Diese Ranunkeln mit ihrer ungewöhnlichen Farbkombination sind eine Neuzüchtung, die ich neulich beim Gärtner meines Vertrauens entdeckte. Die dunkelgrüne Blütenmitte zieht alle Blicke auf sich.

 

Momentan erfreuen mich diese rosafarbenen Blüten mit ihrem Anblick:

Den gestrigen warmen Tag haben wir draußen verbracht und den Frühlingsgarten und die -sonne genossen. Leider soll es in den nächsten Tagen empfindlich kühler werden und die Temperaturen nachts wieder in Frostnähe rücken. Das ist gar nicht gut für den Garten, denn dort blüht und wächst schon viel zu viel.

Habt einen guten Start in die Osterwoche.