Seelenfutter…

Stürmische Zeiten sind vorhergesagt, überaus stürmische sogar. Und wenn man die nun vermehrt ankommenden Unwettervorhersagen liest, kann es einem angst und bange werden. Schwere Sturmböen mit 100 km (Windstärke 10) und orkanartige Böen bis zu 120 km (Windstärke 12) sind für unsere Gegend angekündigt. Die Vorboten in Form von heftigen Schnee- und Graupelschauern ziehen schon den ganzen Tag über uns hinweg. Innerhalb kürzester Zeit wird es fast dunkel, und dann fegen Eis und Schnee ums Haus und trommeln an die Fensterscheiben. Der Wind frischt inzwischen auch spürbar auf, am Waldrand schwanken die Baumwipfel schon hin- und her. Wir können nur hoffen, dass es morgen nicht so schlimm kommt wie angesagt.

Wegen der bevorstehenden stürmischen Zeiten habe ich für ein wenig „Seelenfutter“ gesorgt und aus den vorhandenen restlichen Äpfeln und einer angefangenen Tüte Kokosflocken einen Apfel-Kokoskuchen gebacken. Wie immer habe ich die Zuckermenge drastisch gekürzt, weniger Fett genommen und auch ein Ei weniger verwendet.

Rezept

  • 250 g Butter / Margarine (ich habe ein Drittel der Fettmenge durch Kokosöl ersetzt)
  • 180 g Zucker (ich habe nur die Hälfte verwendet)
  • 5 Eier (die im Rezept angegebenen 6 Eier erschienen mir ein bisschen zuviel)
  • 5 Eßl. Rum
  • 270 g Mehl
  • 1 Tüte Backpulver
  • 200 g Kokosflocken
  • 3 geraspelte säuerliche Äpfel

Das Fett mit dem Zucker schaumig rühren und nach und nach die Eier einzeln unterrühren. Rum, Mehl und Backpulver untermischen. Kokosflocken und Äpfel dazu geben. Wer mag, kann auch noch 100g geriebene Schokolade zufügen. Uns ist das (abgesehen von den zusätzlichen Kalorien) zu süß. Teig in eine Kastenform füllen und bei 180° (Heißluft) 60 Minuten backen.

Nach dem Erkalten kann man den Kuchen mit einer Schokoglasur überziehen. Ich habe stattdessen ein wenig Puderzücker drüber gesiebt.

Am besten schmeckt der Kuchen, wenn man ihn zwei bis drei Tage ziehen lässt, aber so lange kann ich meistens nicht warten… 🙂

 

Kommt alle gut durch die stürmischen Zeiten!

 

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Scharf, exotisch und lecker

war die Möhrensuppe, die ich gestern gekocht habe.

Zutaten (für ca. 4 Personen):

  • 1kg Möhren
  • 200 – 250g Kartoffeln
  • 1 – 2 Eßlöffel Kokosöl
  • 1 Stück Ingwer
  • ca. 1 Liter Gemüsebrühe (ich habe Bio-Gemüsebrühe aus dem Glas verwendet)
  • 100 – 150 g Sahne
  • eventuell Salz
  • Petersilie

Die Möhren und Kartoffeln zerkleinern und garkochen (Kochwasser nicht abgießen!). Den Ingwer in kleine Würfel schneiden und in wenig Kokosöl weich dünsten, zu den Möhren und Kartoffeln geben. Alles pürrieren und dabei nach und nach die Gemüsebrühe zugeben. Das restliche Kokosöl und die Sahne unterrühren, kurz aufkochen und mit Petersilie garniert servieren.

Wenn man möchte, kann man die Suppe mit Lachs (in kleine Würfel schneiden und ca. 5 Minuten in der heißen Suppe gar ziehen lassen) oder gebratener Hähnchenbrust verfeinern. Sehr gut dazu schmeckt auch dünn mit Kokosöl bestrichener Toast oder Baguette.

Lasst es Euch schmecken!

Wärmendes

Die Temperaturen sinken, es wird wieder ein bisschen kälter, und in der nächsten Woche soll es sogar schneien – bei uns blühen die ersten Krokusse…

Wenn es draußen ungemütlich und nasskalt ist, tut etwas Warmes gut, z.B. ein leckeres Lasagne-Wirsing-Gericht. Als Kind mochte ich weder Wirsing noch Weißkohl. Überhaupt waren gekochtes Gemüse und Eintöpfe nicht so meins. Ich aß am liebsten alles roh. Das tue ich zwar auch heute noch, aber ich habe inzwischen auch gekochte und geschmorte Gemüsegerichte lieben gelernt. Zu einem meiner Lieblingsgerichte wird sicherlich dieser Wirsingauflauf werden, der nach Lasagneart zubereitet wird. Er ist fleischlos und superlecker.

Zutaten (für ca. 4 Personen)

  • 8 – 10 Wirsingblätter (je nach Größe)
  • 500 g braune Champignons
  • Salz, Pfeffer
  • Oliven- oder Rapsöl
  • 500 g Tomaten
  • 200 g Ricotta
  • 100 g Sahne
  • Hartkäse (z.B. Parmesan) zum Bestreuen

Die Wirsingblätter kochen und die harten Rippen entfernen. Pilze in Scheiben schneiden und in dem Öl dünsten, salzen und pfeffern. Die enthäuteten und in Stücke geschnittenen Tomaten dazu geben (ich habe eine 400g-Dose stückige Tomaten verwendet) und alles zusammen ca. 8 – 10 Minuten köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen und Ricotta und Sahne unterrühren. Ich habe das Ganze noch mit einer Prise von meinem Lieblingslebkuchengewürz verfeinert.

Die gekochten Wirsingblätter (vorher gut trocken tupfen) abwechselnd mit der Soße in eine Auflaufform schichten und mit dem Käse bestreuen. Bei 180° (Umluft) ca. 15 – 20 Minuten im Backofen backen.

Lasst es Euch schmecken!

Gespanntes Warten

darauf, ob auch dieses dritte und vorletzte Adventswochenende verschneit sein wird. Anzeichen dafür gibt es (leider) noch nicht, dabei täte das der Weihnachtsstimmung sicherlich gut. Die wird buchstäblich im Nebelgrau und der vielen Nässe ein bisschen erstickt.

Die letzte Adventswoche wird rasend schnell vergehen. Ich war zwar wie immer auch dieses Jahr mit den Vorbereitungen spät dran, aber wenn ich dann starte, dann ist die Planung recht schnell fertig. Gestern habe ich das letzte Geschenk eingepackt, Weihnachtspost ist geschrieben, und einen Teil vorgekocht habe ich auch schon. Danach bin ich zum gemütlichen Teil des Tages übergegangen.

Der letzte Punkt für die Weihnachtsplanung war bisher leer geblieben – der Weihnachtskuchen fehlte noch. Wie sicherlich viele von Euch habe auch ich eine stattliche Rezeptsammlung in Form von Büchern oder gesammelten Zeitungsausschnitten. Und bestimmt kennt Ihr das auch, dass man vieles davon gar nicht ausprobiert. Für meine Lieblingsrezepte habe ich ein handgeschriebenes Buch. Dass es oft benutzt wird, erkennt man an seinem Aussehen, und mittlerweile zeigt es die ersten Auflösungserscheinungen. Die gesammelten losen Rezepte habe ich inzwischen alle aussortiert und weggeworfen. Nur ein paar haben es in mein handgeschriebenes Kochbuch geschafft.

Und dann gibt es noch ein altes Backbuch, das mittlerweile ebenfalls vier Jahrzehnte auf dem Buckel hat. In dem fand ich dann auch unseren diesjährigen Weihnachtskuchen, den ich im Laufe der Jahre schon oft gebacken hatte und der neben der Käsesahnetorte der Lieblingskuchen meines Schwiegervaters war: Die Rotweintorte!

 

Da die Torte noch einige Zeit durchziehen muss, kann man sie also gut vorbereiten.

Hier ist das Rezept:

Für den Teig

  • 6 Eier (je nach Größe reichen auch nur fünf)
  •  225g Zucker(ich verwende generell immer weniger Zucker als im Rezept angegeben)
  • 2 Eßl. Rum
  • 1 Teel. Vanillezucker (ich nehme meistens die Vanille zum Selbstmahlen, die enthält keinen Zucker)
  • 200g geriebene Haselnüsse (ersatzweise geriebene Mandeln)
  • 1/2 Teel. Zimt
  • 1 Messerspitze Nelkenpulver
  • 1 Messerspitze Ingwer (statt Zimt, Nelken und Ingwer kann man auch gut Lebkuchengewürz nehmen)
  • 50 g Mehl
  • 50 g Speisestärke
  • 2 Teel. Backpulver

Eigelbe, Zucker, Vanille und Rum schaumig rühren. Steifgeschlagenes Eiweiß auf die Eigelbcreme geben. Nüsse/Mandeln mit den Gewürzen, Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen und auf den Eischnee geben. Alles vorsichtig mischen.

Den Teig in einer mit Folie ausgelegten Springform im vorgeheizten Ofen bei 160° (Heißluft) ca. 70 Minuten backen. Die Torte auf einem Kuchengitter völlig auskühlen lassen.

Zum Tränken

  • 1/4 l Rotwein
  • 4 Eßl. Himbeersirup
  • 100 g Zucker (oder weniger)
  • 2 Päckchen Vanillezucker (oder gemahlene Vanilleschote)
  • 2 ganze Gewürznelken
  • 1 Zimtstange

Zutaten erhitzen und 10 Minuten ziehen lassen. Die Torte in eine Schüssel legen und mit einem Stäbchen einstechen. Bitte nicht ganz durchstechen, da sich die Flüssigkeit sonst nicht so gut verteilt. Die Torte mit dem Rotweingemisch tränken und mehrere Stunden gut durchziehen lassen. Anschließend mit Schokoladenkuvertüre überziehen. Mit Nuss- oder Mandelsplitter bestreuen. Man kann auch auf die Oberfläche Sahnetupfen spritzen und diese mit einer kandierten Kirsche dekorieren, oder mit Hilfe einer Schablone weihnachtliche Motive aus Puderzucker aufbringen, oder ausgestochene Sterne aus Marzipan auflegen, oder…… Lasst der Fantasie einfach freien Lauf.

Habt ein schönes drittes Adventswochenende und macht es Euch gemütlich. Lasst Euch nicht von der Weihnachtshektik anstecken.

 

 

 

 

 

Verwandlung über Nacht: Aus grau wird blau

Die Tage des Rückzugs bei nassem, grauen Wetter und recht frischen Temperaturen sind vorbei. Dem ausgetrockneten Garten hat der Regen gut getan und zum Glück hatten wir hier nicht mit den Wassermassen zu kämpfen, die woanders niedergegangen sind. Die Regentonnen sind wieder gut gefüllt, Pflanzen und Bäume atmen auf, und über Nacht wurde aus dem Grau der vergangenen Tage ein tiefes Himmelblau. Die Sonne scheint wieder und auch die Temperaturen bewegen sich in einem für mich angenehmen Bereich. Das allerdings wird nicht lange so bleiben, denn schon wieder sind die nächsten Hitzetage mit anschließenden Gewittern angesagt. Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber ich finde das Wetter recht extrem.

Nachdem die Kirschernte so gut wie ausgefallen ist, können wir uns wenigstens über die leckeren Früchte der kleinen Walderdbeeren freuen, die an zahlreichen Stellen im Garten wachsen und sich überall verbreiten, wenn man sie lässt.

Die neu gepflanzten Aroma-Erdbeeren „Rosana“ dagegen sind bisher eine Enttäuschung. Sie schmecken längst nicht so aromatisch wie erwartet und zudem sind die Früchte „hart“, haben also nicht dieses typisch weiche Fruchtfleisch. Kann das eventuell an Hitze und Trockenheit der vergangenen Wochen liegen?