Sonne, Nebel, Lichterglanz

Es war eine Eintagsfliege, dieser eine Tag mit den zauberhaften Lichterspielen. Am nächsten Tag war alles wieder anders bzw. wie zuvor. Heißt: grau, nebelig und Dauerregen. Gestern Morgen war es sogar ein wenig weiß, und es soll ja auch am Wochenende schneien. Ich bin ja sonst nicht (mehr) so der Winterfan, aber 1. Advent mit Schnee vor der Tür würde mir gefallen. Und ja, von einem Tag zum anderen überfiel mich dann doch die Deko-Lust. Ich bin sogar schon mit den Weihnachtsgeschenken erstaunlich weit. Mit dem für Mutter Glasperlengarten allerdings muss ich mich gewaltig sputen, damit es rechtzeitig fertig wird. Das ist mir nämlich erst vorgestern eingefallen. Dabei lag es quasi die ganze Zeit vor meiner Nase, aber auf das Naheliegendste kommt man meistens ja immer erst dann, wenn es schon fast zu spät ist.

Mit der Deko habe ich mich wie in den vergangenen Jahren zurückgehalten, und so ist die Hälfte meiner Engelsammlung im Schrank geblieben. Dafür gibt es überall mehr Lichterglanz und Sternenzauber.

 

Ich wünsche Euch ein wunderschönes erstes Adventswochenende. Macht es Euch gemütlich und genießt die Zeit.

Advertisements

Auf frischer Tat erwischt

Angesichts des dramatischen Insektensterbens füttern wir auch im Sommer die Vögel im Garten. Früher (dieses „früher“ ist gefühlsmäßig erst ein paar Jahre her) gab es überall ausreichend Nahrung für die gefiederten Gesellen. Früher hatte man in den Sommermonaten ständig Fliegen im Haus (ein begehrtes Jagdobjekt für den kleinen Kater) – und heute? Selten, dass sich im Sommer mal eine Fliege ins Haus verirrt. Die Straßenlaterne, die vor unserem Haus steht, wurde früher in der Dämmerung und den Nachtstunden von unzähligen Insekten umkreist. Ein Paradies für die hier heimischen Zwergfledermäuse. Jetzt kann man die Insekten abends zählen, die Lichtquellen umkreisen. Bei Autofahrten in der Dunkelheit bleiben Scheiben und Scheinwerfer sauber. Freuen kann ich mich darüber nicht. Heute freue ich mich über jede Biene, Hummel und jeden Falter und anderes Getier, das durch den Garten flattert und auch darüber, wenn wieder eine Wohnung im Insektenhotel neu bezogen ist.

Wir wundern uns schon seit längerer Zeit, dass die Futterröhre im Vogelhäuschen, die wir oftmals nachmittags noch ein zweites Mal gefüllt hatten, am anderen Morgen total leer ist, obwohl sie abends noch genügend Futter für den nächsten Morgen enthielt. In den Sommermonaten bin ich oft ganz früh auf den Beinen und genieße dann die Stille im Garten. Mir ist dann schon öfters aufgefallen, dass das Vogelhaus selbst bei Tagesanbruch im Morgengrauen schon leer ist. Das konnten unmöglich Vögel sein – und nun sind wir dem Dieb vor einigen Tagen auf die Schliche gekommen:

Und nun? Wie werden wir diesen Gesellen wieder los? Abends achten wir jetzt immer darauf, dass die Futterröhre leer bleibt und er vielleicht eines Tages von selbst wegbleibt. Den Zugang zum Auto haben wir ihm schon im vergangenen Jahr erheblich erschwert, nachdem Herr Glasperlengarten im Motorraum eines Tages ein halbes angefressenes Käsebrötchen und ein Stück Kuchen gefunden hatte…

 

Nicht vergessen: Nur noch bis heute findet die Schmetterlingsaktion vom NABU statt! Ich mache mit, auch wenn zu befürchten ist, dass es ein frustrierendes Ergebnis gibt. Wir haben dieses Jahr nämlich kaum Schmetterlinge im Garten. Der große Schmetterlingsstrauch öffnet gerade erst seine erste Blüte und das Wetter ist heute auch nicht gerade schmetterlingsfreundlich. Es ist grau und fängt gerade an zu nieseln.

Mit dem Insektenhotel hüpfe ich noch schnell zum Gartenglück von Wolfgang und Loretta. Vielleicht spricht sich ja herum, dass im Hotel noch einige Wohnungen frei sind…

Habt einen schönen Sonntag!

 

Bücher sind Erleuchtung

Dass man aus Büchern viel lernen kann, weiß wohl ein jeder. Aber dass sie einen auch erleuchten? Dass dem so ist, kann ich nur bestätigen, ich habe nämlich jetzt so eines. Es hat ein schlichtes Aussehen, und sein edler Buchenholzeinband verrät nichts über den Inhalt zwischen den Buchdeckeln:

Ihr wollt jetzt auch bestimmt etwas über den Buchinhalt wissen, oder? Also klappen wir das schöne Buch mal auf:

Und nun wißt Ihr auch, warum mich mein Buch im wahrsten Sinne des Wortes „erleuchtet“  🙂

Diese originelle LED-Lampe im Buchformat wird über einen integrierten Akku gespeist. Aufladbar ist dieser über ein USB-Kabel, dessen Anschluss im Buchdeckel an der Unterseite kaum sichtbar ist.

Von Geheimnissen berichte ich Euch dann demnächst… Kommt gut ins Wochenende!

 

Unbekannter Gast – Fortsetzung Teil 2

Vor einiger Zeit hatte ich Euch ja schon einmal von der unbekannten Pflanze erzählt, die ich im Garten entdeckt hatte. In der Zwischenzeit sind noch mehrere an unterschiedlichen Stellen aufgetaucht. Ausnahmslos alle wachsen im lichten Schatten. Groß sind sie alle nicht. Die meisten erreichen eine Höhe von 25 – 30 cm, die höchste 50 cm.

Heute habe ich nun gesehen, dass sich die ersten Blüten geöffnet haben:

Ich habe allerdings immer noch keine Ahnung, welche Pflanze das ist. Kennt Ihr sie?

Aus rund wird lang

Zuerst etwas in eigener Sache:

Leider lässt mich Blogspot mit meinem WordPress-Account zur Zeit nicht mehr kommentieren. Diesmal jedoch nicht nur auf einigen Blogs, wie es schon längere Zeit der Fall ist, sondern auf allen! Für eine knappe Woche funktionierte das Kommentieren einwandfrei – überall. Ich schob das auf den neuen Laptop, denn der alte führte in letzter Zeit immer wieder ein merkwürdiges Eigenleben oder stellte die Funktionen vorübergehend sogar ganz ein. Nach mehreren Versuchen heute Morgen, in denen mich Blogger immer wieder aus der Kommentarfunktion rauswarf, habe ich es nun aufgegeben. Wundert Euch also nicht, wenn Ihr nichts von mir hört/lest. Ich bin trotzdem da und besuche Euch auf Euren Blogs…

Wie versprochen zeige ich Euch heute nun die Tischläufer, die ich mit Hilfe der Nadelfee aus der bunten Stoffrolle genäht habe.

Der große Läufer ist knapp 2 m lang und ca. 36 cm breit. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich die in drei Teile zerschnittenen Stoffstreifen farblich und mustermäßig so sortiert hatte, dass sie ein harmonisches Bild abgaben. Als es mir endlich gefiel, ging es ans Nähen. Die einzelnen Streifen waren recht schnell zusammengefügt und der Läufer gefiel mir in diesem glatten Zustand schon ziemlich gut. Ich habe ihn dann mit einem einfachen Gradstich gequiltet, weil ich fand, dass das am besten zum Stoff aussieht. Ein anderes und aufwendiges Quiltmuster hätte zum klaren und modernen Streifendesign einfach nicht gepasst.

Das Quilten der vielen Linien forderte allerdings noch einiges an Geduld von mir, aber rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest war der Tischläufer einschließlich von Hand angenähtem Rand fertig.

Aus den wenigen übrig gebliebenen Stoffstreifen entstand dann noch ein kleiner Läufer (ich hab zwar dran gedacht, ihn zu fotografieren, dafür aber weiß ich seine Maße nicht…). Gequiltet habe ich ihn in jeder zweiten Naht mit einem Zierstich, der aussieht wie handgestichelt.

Ich hatte vergessen, bei der Stoffnachbestellung für die Rückseite das Binding mit einzurechnen und so kam ich auf die Idee, in die Rückseite zwei andersfarbige Stoffstreifen einzunähen. Jetzt kann man den Läufer von beiden Seiten nutzen! Und nein, der liegt nicht etwa hier bei uns auf dem Tisch…  Ich hatte Mutter Glasperlengarten bei ihrem letzten Besuch den Läufer gezeigt (der große war schon verpackt) und sie war begeistert von Farbe und Stoffmuster. Was lag also näher, als ihr den zu Weihnachten zu schenken!  Sie hat sich riesig gefreut und ist für mich bester Beweis und Vorbild, dass man sich mit fast 90 Jahren auch noch für Modernes begeistern kann.

Mit den Tischsets hüpfe ich nach langer Zeit und mit leichter Verspätung mal wieder zum Creadienstag.