Kein Platz mehr

Vor ein paar Tagen hatte ich einen Schrank leergeräumt, weil ich darin einen Teil der Weihnachtsdeko verstauen wollte. Als ich die Sachen sortiert hatte und anfangen wollte, sie einzuräumen, gab es keinen Platz mehr für Kerzen, Sterne und Kugeln:

Die Nervensäge hatte einen Heidenspaß und ließ sich nicht aus dem Schrank vertreiben. Als es langweilig wurde, kletterte der kleine Kater in die danebenliegende Schublade, dann über den hinteren Schubladenrand und verschwand im hinteren Teil des Schrankes. Dort rollte er sich laut schnurrend zusammen und dachte gar nicht daran, sein tolles Versteck zu verlassen. Ab und zu sah man seine kohlschwarzen weit aufgerissenen Augen über den Rand blinzeln, denn er musste ja unbedingt wissen, was ich machte, aber an Einräumen war vorerst nicht zu denken. Mit List und Tücke gelang es mir schließlich, ihn aus den Tiefen des Schrankes wieder hervorzulocken. Mit einem Satz sprang er aus der Schublade, schnappte sich eine weihnachtliche Filzgirlande und sauste mit ihr unter den großen Schneidetisch. Vor Vergnügen klopfte sein Schwanz auf den Boden – und dann machte er sich daran, die Girlande in ihre Einzelteile zu zerlegen. Bevor ihm das gelang, hatte ich ihn endlich gepackt und vor die Tür befördert, nachdem ich zuvor die Girlande gerade noch rechtzeitig retten konnte. Da saß er nun und miaute Zeter und Mordio in allen nur denkbaren Tonlagen, weil man ihn ausgesperrt hatte. Armer Kater…

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Die weiße Decke wächst

Kurze Zeit nach meinem Posting heute Morgen fing es an zu schneien, das tut es immer noch! Unaufhörlich! Tiefster Winter bei uns. Alles dick verschneit. Und dann kommt gerade der Schneepflug und kippt den mühsam zum dritten Mal frei geschaufelten Fußweg komplett zu, anstatt den Schnee am Straßenrand zu lagern! Herr Glasperlengarten ist sauer, mit Recht. Wie gedankenlos kann man eigentlich sein?

 

Und die kleine Nervensäge hat inzwischen auch genug vom vielen Weiß da draußen. Er liegt unter meinem Sessel und grummelt vor sich hin 😉

Advent in Etappen

Die romantische Vorstellung, die Adventszeit müsse in Schnee und Kälte stattfinden, stellt sich in diesem Jahr bei uns etappenweise ein. Heißt, zum zweiten Mal haben wir an einem Adventswochenende Schnee. Und Eis. Spiegelglatt ist es bei uns. Die dünne Schneeschicht täuscht über die darunter liegende Vereisung hinweg. Nur selten sieht man ein Auto, dann knirscht es gewaltig auf der Straße, wenn die Räder über die Eisschicht rollen. Vorsicht ist angesagt. Nur den kleinen Kater stört das alles nicht, der stapft fröhlich durch den Schnee. Naja, er hat ja auch eingebaute Spikes und einen angewachsenen Fellmantel …  🙂

Habt einen schönen zweiten Advent und macht es Euch gemütlich!

Gartenstille

Nicht nur im Garten ist es frühmorgens noch still, sondern augenblicklich auch hier im Glasperlengarten. Das bleibt auch noch ein bisschen so. Der Kopf ist leer – Maipause.

Genießt den augenblicklich wunderschönen Wonnemonat Mai, dessen Temperaturen zur Zeit Richtung Sommer gehen. In den Beeten wächst und blüht es prächtig. Alle meine neu gepflanzten englischen Rosen sind trotz der Frostperiode sehr gut angewachsen. Ich bin gespannt auf ihre Blüten und den Duft. Aber noch ist es ja nicht so weit. In der Zwischenzeit freue ich mich weiterhin über meine herrliche Blumenwiese und die vielen Bienen und Hummeln, die sich darin tummeln, und auch in den Beeten wird es immer farbenprächtiger.

Ach ja, kleiner Kater hinterlässt für Euch hier schnurrende Grüße. Er hat augenblicklich Katzenminze für seinen Speiseplan entdeckt. Bei einer von den beiden neuen Pflanzen hat er hinter meinem Rücken und in Windeseile fast alle Blüten abgebissen und sich schmecken lassen…

Ich verschwinde jetzt wieder im Garten und in meine Maipause, werde hier und da buddeln, die restlichen Kübel für den Sommer bepflanzen und die Gartenstille auf meiner Gartenbank genießen.

Wiesenbunt

Eine Eintagsfliege war der gestrige wunderschöne Maitag mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen, einfach schön. Das lässt den Frost und dessen Folgen schnell vergessen, aber die nächsten frostigen Nächte sollen ja schon wieder vor der Tür stehen  😦 . Da kann man nur hoffen, dass es diesmal nicht mehr so arg werden wird. Heute regnet es, aber das Nass hat dem Garten auch gefehlt. Man kann zusehen, wie es fast jede Stunde grüner wird und überall spriesst. Maigrün

Mai und Juni sind meine Lieblingsmonate, und auch in diesem Jahr habe ich auf der Wiese wieder ungemähte Inseln stehen lassen, wo alles wachsen und blühen darf wie es will. Und das tut es! Ein Paradies für Bienen und Hummeln, die gestern zahlreich zum Festmahl erschienen. Bis in den Abend hinein hörte man es überall summen und brummen.

 

Auch auf die kleine Nervensäge hat die Blumenwiese mit ihrem Duft eine magische Anziehungskraft. Der Kater liebt sie und wirft sich oftmals wonnig schnurrend ins Blütenreich.

 

In der Nachbarschaft kreist permanent Robby, ein kleiner Mähroboter über den Rasen. Grün und gepflegt sieht es dort aus. Aber es gibt auch keine bunten Wiesenblumen, keine Pusteblumen, die ihre federleichten Samenschirmchen durch die Luft schweben lassen, keine Gänseblümchen, die sich mit ihrem strahlenden Weiß der Sonne entgegenrecken, keine strahlend blauen Günselblüten, die von Bienen und Hummeln umschwärmt werden, keine Wiesenmargeriten, die demnächst aufblühen… Eine andere Vorstellung von Garten und Natur. Ich dagegen liebe meine Blumenwiese, das kleine Paradies für Mensch und Tier.

Habt einen schönen Maisonntag und genießt ihn trotz Tropfen vom Himmel. Ich hüpf jetzt mit der bunten Blumenwiese noch schnell zum Gartenglück von Loretta und Wolfgang.