Was man so alles findet …

Dinge, die man im Laufe der Jahre vergessen hat, tauchen urplötzlich wieder auf. Ich habe den Eindruck, die drängen geradezu ans Tageslicht und ins Bewußtsein und lassen Erinnerungen nur so sprudeln, weil man sich gerade mit dem Thema beschäftigt. Bei mir dreht es sich dabei um Hunde, dabei haben wir gar keinen, haben nie einen gehabt. Aber ich habe in den Tiefen meines Reiseschrankes etwas gefunden, das mich wie eine Expertin aussehen lässt  🙂  Mehr dazu findet Ihr auf meinem Reiseblog.

 

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Kälte, Schnee und Hundepfoten

Am Wochenende ist in Alaska das legendäre Schlittenhunderennen, der Yukon-Quest gestartet. Ich habe vor dem PC gesessen und den Start live mitverfolgt. Und da kamen sie sofort wieder hoch, die Erinnerungen an meine eigene Huskytour vor einigen Jahren – ein langgehegter Kindheitstraum, der damals in Erfüllung gegangen ist. Auf meinem Reiseblog könnt Ihr mitlesen, wie es mir auf dieser Abenteuertour ergangen ist.

Sehnsucht nach Licht

Gefühlt ist es wochenlang grau und regnerisch, das letzte Laub vom Rasen zu harken nur noch in Gummistiefeln möglich. Bei jedem Schritt auf der Wiese gluckert es, überall ist Matsch.

Dann gestern auf einmal Sonnenschein, glasklare Luft und ein wundervoller Lichterzauber am Himmel, als die Sonne langsam am Horizont verschwindet. Jacke und Schuhe angezogen, Fotoapparat geschnappt und dann raus in die spätherbstliche bzw. frühwinterliche Natur. Und das hier habe ich von draußen mitgebracht:

Heißer Kakao, knisternder Kachelofen und zwei wohlig schnurrende Fellnasen – ein schöner Tag!

Kurzentschlossen

haben wir gestern Nachmittag alles stehen und liegen gelassen und haben noch einmal den Baumwipfelpfad besucht.  Wir waren ein bisschen zu spät, denn die schönsten bunten Herbstfarben haben wir wohl verpasst. Dieses Jahr fallen die Blätter einfach sehr viel früher als sonst, viele Bäume sind schon leer, aber es war trotzdem noch viel Farbenpracht. Diesmal war die Geräuschkulisse auch eine andere. Im Gegensatz zu unserem ersten Besuch fuhren nur sehr wenige Autos vorbei, und auf dem Weg durch die Baumwipfel waren wir anfangs fast ganz alleine auf dem langen gewundenen Holzsteg mit seinen Aussichtsplattformen. Es war herrlich.

 

Rotkäppchen und der weiße Wolf …

Ausflug bei herrlichem Herbstwetter in die buntbelaubte Eifel. Blauer Himmel, angenehme Temperaturen und Fahrt durch eine Bilderbuchlandschaft. Unterwegs hörten wir in einer Sendung von einem Naturkundeprofessor, der seit geraumer Zeit dabei ist, alle im Naturpark Eifel vorkommenden Pilzarten zu katalogisieren. Bis Ende vergangenen Jahres hatte er schon um 1.000 (!) gefunden, darunter etliche, von denen man noch gar nicht wußte, dass sie hier bei uns überhaupt wachsen. Wälder gibt es in der Eifel genug, und wie man dieses Jahr fast überall hört, scheint 2017 ein gutes Pilzjahr zu sein – kein Wunder bei dem vielen Regen, den wir hatten. Gespannt fuhren wir unserem eigentlichen Ziel entgegen. Nein, wir waren nicht zum Pilzesammeln gekommen. Wäre viel zu gefährlich, denn Ihr wollt doch sicherlich noch weiter von mir lesen  :-). Aber dass dieses „Rotkäppchen“ nicht genießbar ist, das weiß ich  🙂 …

Zum Rotkäppchen gehört ja auch noch ein Wolf, und genau das war unser Ziel: Der Wolfs- und Adlerpark Kasselburg. Wir hatten es nach langer Anfahrt und trotz großer Umleitung wegen unverhoffter Baustelle gerade noch geschafft, rechtzeitig zur Fütterung der arktischen Wölfe anzukommen (die Fütterung des schwarze Wolfsrudels fand erst am Nachmittag statt). Eine Schulklasse aufgeregter Kinder wartete schon an der Futterstelle, und dann sah man sie auch schon zwischen den Bäumen: Zwei prächtige weiße Wölfe.

Ich weiß nicht, was die Fütterung eines Eimers voller Küken in so mancher Kinderseele angerichtet hat… Es gab jedenfalls aus allen Richtungen unüberhörbare Reaktionen. Worauf der Futtermensch jenseits des Zauns sich zu der Bemerkung hinreißen ließ, sie würden das ja schließlich bei MC.Do.n… auch immer essen… Ich persönlich fand das alles sehr fragwürdig (ja ich weiß, dass Wölfe Raubtiere sind).

 

Mehr als zwiegespalten war ich später auch bei den Adlern, Falken und Nachtgreifvögeln in ihren Käfigen. Wer schon einmal das große Glück hatte, beispielsweise Weißkopfseeadler in freier Wildbahn erleben zu dürfen, dem können die eingesperrten Tiere eigentlich nur Leid tun. Bei mir jedenfalls war es so.

Auf dem 10 Hektar großen Gelände gab es außer Wölfen, Adlern und sonstigen Raubvögeln aber noch mehr zu entdecken. Ich habe bisher noch nie so viele verschiedene Pilze gesehen wie dort. Scheint also zu stimmen, dass die Eifel voller Pilzwunder ist. Dies hier sind nur einige davon:

 

Lohnenswert ist die Besteigung des Burgturms der Kasselburg mit der grandiosen Aussicht:

 

Habt ein schönes Herbstwochenende und macht es Euch in der Sonne gemütlich!