Winter

Traum und Wirklichkeit

Soviel steht jetzt schon mal fest: Gartenträume und die Realität werden in diesem Jahr weit auseinander klaffen. Dafür hat die Frostperiode gesorgt. Ein trauriger Rundgang war das heute Morgen durch den Garten. Auch in der vergangenen Nacht hatte es noch einmal gefroren, aber nicht mehr so arg wie in den Nächten vorher. Gut, dass ich soviel wie möglich abgedeckt hatte. Was ohne Schutz bleiben musste, sieht zum Teil erbärmlich aus. Die Azaleen, über und über voller Knospen und kurz vor der Blüte, hat es neben der Kletterhortensie am schlimmsten erwischt, und auch die Blüten der Rhododendren sind alle erfroren.

 

So herrlich blühten die Azaleen im vergangenen Jahr. Diesmal werden sie bis auf wenige Blüten farblos bleiben (naja, das Grün bleibt uns hoffentlich erhalten…).

 

Und auch auf diesen Anblick der blühenden Rhododendren werden wir verzichten müssen:

Ich hoffe ja, dass sich die Astilben und der Ahorn noch mal erholen werden.

 

Trotzdem haben wir Glück gehabt, denn andere Regionen hat es weitaus schlimmer erwischt, denn es geht nicht nur um erfrorene Gartenpflanzen. Dort stehen bei den Obstbauern zum Teil ganze Existenzen auf dem Spiel. Nicht jeder hat die Möglichkeit (und die finanziellen Mittel), die Obstplantagen ganze Nächte hindurch ununterbrochen mit Wasser zu berieseln und auf diese Art und Weise zu versuchen, die Blüten vor dem Frost zu schützen. Und wenn man sich die Alpenregion anguckt mit Temperaturen bis -10°, da kann es einen nur gruseln. Tiefster Winter! Und die Frostperiode ist ja auch noch längst nicht vorbei.

Auch wenn die nächsten Nächte frostfrei bleiben sollen, ich habe mein Verpackungsmaterial gar nicht erst weit weggeräumt, denn der nächste Kälteeinbruch soll Anfang nächster Woche schon wieder vor der Tür stehen…

Vereimert und verpackt …

Die letzten beiden Tage läuft hier abends eine Aktion, die dem berühmten Verpackungskünstler alle Ehre machen würde  🙂 . Aufgrund der frostigen Wettervorhersage (leider trifft sie ja auch ein), laufe ich abends zur Höchstform auf und „vereimere“ den Garten. Alles, was ich an Eimern und größeren Blumentöpfen finden kann, wird augenblicklich zu Frostwächtern umgerüstet. Jede Menge Folie ist ebenfalls im Einsatz. Aber leider kann ich nicht den ganzen Garten einpacken, und so haben heute Nacht schon einige Pflanzen Schäden erlitten. Das große Tränende Herz zum Beispiel. Als die gefrorenen kleinen Herzchen im Laufe des Vormittags auftauten, sah man ihnen an, dass sie halb erfroren waren  😦

Heute Morgen war hier alles weiß gefroren und die kommende Nacht soll noch kälter werden. Dabei können wir uns noch glücklich schätzen, nicht in den Alpen oder am Alpenrand zu wohnen, wo zur Zeit tiefster Winter mit unglaublichen Nachttemperaturen bis -12° herrscht.

Die Obstbaumblüte wird es wohl fast überall bei diesem Wetter arg erwischen, viele Obstbauern sprechen schon jetzt von einem Totalausfall der Ernte… Wenn die Temperaturen in den nächsten Nächten nicht noch unter die für uns angesagten -3° sinken, könnten wir vielleicht mit zwei oder drei Apfelbäumen noch ein wenig Glück haben, denn noch festgeschlossene Blütenknospen sollen bis -4° überstehen, während bereits offene Blüten bereits bei Temperaturen um 0° hin sind. Ich hoffe, dass es bei den schon verblühten Kirschbäumen nicht zu einem Totalausfall kommt. Bei der großen Kübelkirsche ist es uns gelungen, wenigstens einen Großteil der Äste mit Folie abzudecken.

Wie sieht es denn bei Euch mit Wetter und Garten aus? Seid Ihr auch zu Verpackungskünstlern geworden?

 

Kaltstart

Es ist immer noch frostig kalt am Beginn der neuen Woche. Schließlich haben wir erst Januar, sind mittendrin im Winter. Heute ist das herrliche Wetter der vergangenen Tage mit Sonne pur am blitzblauen Himmel leider vorbei.

Von mir aus hätte es noch länger bleiben dürfen. Solch ein Winterwetter mag ich. Ganz im Gegensatz zur Nervensäge, die setzt nämlich schon seit einer Woche keine Pfote mehr vor die Tür und guckt uns immer nur vorwurfsvoll an… Sir Henry geht ab und an mal eine kurze Runde ums Haus um Luft zu schnappen und verbringt den Rest des Tages dann vor dem warmen Ofen. Bevor ich es mir dort abends gemütlich machen darf, bestehen die beiden Abend für Abend darauf, dass ich mich mindestes für eine halbe Stunde, am liebsten aber viel länger, in einen Alleinunterhalter für gelangweilte Kater verwandele….

Bei dem herrlichen Wetter haben wir jeden Tag einen Spaziergang in der klaren, kalten Winterluft unternommen. Der Schnee hat zum Teil eine zentimeterdicke watteweiche Schicht unglaublich schöner und in der Sonne glitzender Eiskristalle. Es sieht aus, als hätte jemand hauchfeine Scheiben Schnee nebeneinander gestapelt. Leider ist mir nur dieses eine Foto gelungen. Bei den anderen war die Spiegelung in der Sonne einfach zu stark.

Unterwegs bin ich auch noch meinen Lieferanten für mein neuestes Hobby  begegnet 🙂 (und ja, ich häkel immer noch! Mehr davon in den nächsten Tagen).

Habt einen guten Start in die neue Woche!

Rätsel auf Eis

Wir haben momentan traumhaftes Winterwetter. Es ist eisigkalt, Sonne pur am blitzblauen Himmel, und die Schneekristalle glitzern millionenfach im Sonnenschein. Einfach schön. Da solche Tage mittlerweile selten sind und man hier bei uns im Winter überwiegend nur von „Matschwetter“ reden kann, weil Schnee meistens nicht lange liegen bleibt, gehören Spaziergänge an der frischen Winterluft zum täglichen Pflichtprogramm. So auch gestern.

Wir hatten diesmal den Weg am Fluss entlang gewählt, unsere sommerliche Radelstrecke. Schon die ersten Schritte ließen uns eine traumhaft schöne Winterlandschaft betreten. Das sonst ruhig dahinfließende Wasser war bis zum Uferrand fast vollständig zu Eis erstarrt. Auf den wenigen noch offenen Stellen trieben kleine Eisschollen. Hier lag mehr Schnee als bei uns zuhause und es knirschte bei jedem Schritt unter unseren Füßen. Ich kam kaum von der Stelle, aber nicht wegen Schnee und Eis, sondern weil sich ständig ein neues Fotomotiv vor meinen Augen auftat.

Leider wärmte uns nur auf dem ersten Teil des Weges die Wintersonne, dann verschluckten die umliegenden Berge die Sonnenstrahlen und es wurde bitterkalt. Auf dem Rückweg entdeckten wir dann am Uferrand auf dem Eis diese beiden pelzigen Gesellen, die sich von unserer Anwesenheit überhaupt nicht aus der Ruhe bringen ließen.

Bisamratten, war mein erster Gedanke (wußtet Ihr, dass diese zu den Wühlmausarten zählt?). Oder sind es vielleicht Nutrias? Vielleicht kennt sich jemand von Euch damit näher aus.

Und das hier war mein gestriges Lieblingsfotomotiv. Schade, dass sich die Sonne hinter den Bergen versteckte.