Schneeflockenlicht

Jetzt ist die Zeit gekommen, in der man es sich drinnen gemütlich macht. Gestern stieß  ich auf der Suche nach passenden Kerzen für meine beiden neuen silbernen Leuchter in den Tiefen des Weihnachtsschrankes auf ein kleines Päckchen mit Schneeflocken aus Holz, die ich ursprünglich für eine Fensterdeko gekauft hatte. Als ich die noch ungeöffnete Verpackung beguckte, kam mir spontan eine ganz andere Idee – und wenig später hatte ich die Stehleuchte auf dem alten Schreibsekretär in eine zauberhafte Winterlampe verwandelt:

Die Schneeflocken mit dem kleinen Klebepunkt auf der Rückseite lassen sich ruckzuck und rückstandslos wieder vom Lampenschirm entfernen.

 

 

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Gartenlust und -frust

Mai und Juni sind für mich die schönsten Gartenmonate und auf Schritt und Tritt ein einziger Blüten- und Farbrausch.

Als ich die Koffer für den Mädelsurlaub packte, begann der alte Kirschbaum gerade zum zweiten Mal zu blühen: Die dort heimisch gewordene Kletterrose Bobby James öffnete die Blüten. Angesichts des recht warmen Wetters hatte ich nicht damit gerechnet, nach meiner Rückkehr noch viel von der Rosenblüte zu sehen, denn leider blüht sie ja nur einmal. Groß war meine Überraschung, als ich im Garten einen riesigen Blumenstrauss vorfand, während heute bei dem starken Wind unaufhörlich die letzten Blütenblätter vom Baum wehen und die Wiese aussehen lassen, als hätte es frisch geschneit.

 

Gartenfrust dagegen schlug an anderer Stelle zu. War ich zuvor noch so froh darüber gewesen, dass entgegen aller Unkenrufe weder Schnecken noch sonstiges Getier das neue Hochbeet heimsuchten, traute ich nach dem Urlaub kaum meinen Augen: Ganze Heerschaaren von Läusen (und auch anderes Getier) hatten meine Pastinaken überfallen und sich auf und unter den Blättern niedergelassen. Laus an Laus saß dort und freute sich darüber, sich die Bäuche vollschlagen zu können. Hmpf… Ich hab´s nun erst mal versucht, sie mit verdünnter Seifenlauge zu vertreiben. Sieht nicht so aus, als hätte das die Biester groß beeindruckt… Was nun?

 

Und dann versuche ich immer noch das Geheimnis der verschwundenen Bohnen zu ergründen. Ende Mai hatte ich etliche Bohnenkerne im Gartenbeet ausgelegt und wartete auf das Grün. Wartete und wartete und wartete… Vergebens. Noch vor der Mädelswoche habe ich nachgesehen, was die Kerne denn so lange in der Erde machen. Tja, es waren gar keine mehr da! Keinen einzigen Bohnenkern habe ich gefunden! Einfach auf Nimmerwiedersehen und ohne Spuren zu hinterlassen verschwunden! Die Erde war nicht aufgewühlt oder aufgekratzt, nichts dergleichen. Zauberbohnen, die sich auf geheimnisvolle Art und Weise ins Nichts auflösen 😉

 

Nicht verschwunden dagegen sind meine neuen David-Austin-Rosen, die ich im Frühling gepflanzt hatte. Sie holen allmählich den Rückstand durch die Spätfröste auf und zeigen erste Blüten. Eine ungewöhnliche Blütenform hat „Sir Walter Scott“. Sie hat Ähnlichkeit mit einer Dahlie, findet Ihr nicht auch? Mir gefallen die kleinen rosettenartigen Blüten sehr. Ein bisschen enttäuscht bin ich nur über den geringen Duft. Da hatte ich wohl meine Erwartungen zu hoch geschraubt.

Duftmäßig ein Highlight ist dieses Jahr dagegen wieder die französische Rose, deren Namen ich leider nicht weiß. Ihr Duft ist unglaublich, genauso wie die Blütenfülle. Sie hatte ja schon im letzten Jahr lange und ausgiebig geblüht, aber nun hat sie trotz der Spätfröste noch viel mehr Blüten angesetzt.

Ich bin gespannt, wie die Blüten der anderen englischen Rosen aussehen werden, wenn sie demnächst aufblühen und hüpf nun noch schnell zum Gartenglück.

Junidüfte

Er ist da, der Rosenmonat! Bei dem warmen Wetter blühen sie von einem Tag zum anderen auf. In unserem Garten gibt es noch ein paar alte Rosen, die noch von meinem Vater stammen, der sie selbst veredelt und gezüchtet hat. Eine davon liegt mir besonders am Herzen, die Rose Gruß an Heidelberg,  und ich freue mich jedes Jahr wenn sie wieder blüht und ihren herrlichen Duft verströmt. Fast 40 Jahre tut sie das nun schon. So auch heute wieder, pünktlich zu meinem Tag des Älterwerdens. Auch Bobby James im alten Kirschbaum und die nahezu unverwüstliche Bonica öffnen zaghaft eine Knospe nach der anderen. Schön ist das. In wenigen Tagen wird der Kirschbaum wieder aussehen wie ein riesiger Blumenstrauß.

Gruß an Heidelberg
Bonica
Bobby James

Leider weiß ich immer noch nicht, was da in unseren Garten eingewandert ist und vor sich hin wächst. Vielleicht finde ich es ja demnächst heraus, wenn die Pflanze blüht.

Habt einen schönen Tag und genießt ihn.

 

Wiesenbunt

Eine Eintagsfliege war der gestrige wunderschöne Maitag mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen, einfach schön. Das lässt den Frost und dessen Folgen schnell vergessen, aber die nächsten frostigen Nächte sollen ja schon wieder vor der Tür stehen  😦 . Da kann man nur hoffen, dass es diesmal nicht mehr so arg werden wird. Heute regnet es, aber das Nass hat dem Garten auch gefehlt. Man kann zusehen, wie es fast jede Stunde grüner wird und überall spriesst. Maigrün

Mai und Juni sind meine Lieblingsmonate, und auch in diesem Jahr habe ich auf der Wiese wieder ungemähte Inseln stehen lassen, wo alles wachsen und blühen darf wie es will. Und das tut es! Ein Paradies für Bienen und Hummeln, die gestern zahlreich zum Festmahl erschienen. Bis in den Abend hinein hörte man es überall summen und brummen.

 

Auch auf die kleine Nervensäge hat die Blumenwiese mit ihrem Duft eine magische Anziehungskraft. Der Kater liebt sie und wirft sich oftmals wonnig schnurrend ins Blütenreich.

 

In der Nachbarschaft kreist permanent Robby, ein kleiner Mähroboter über den Rasen. Grün und gepflegt sieht es dort aus. Aber es gibt auch keine bunten Wiesenblumen, keine Pusteblumen, die ihre federleichten Samenschirmchen durch die Luft schweben lassen, keine Gänseblümchen, die sich mit ihrem strahlenden Weiß der Sonne entgegenrecken, keine strahlend blauen Günselblüten, die von Bienen und Hummeln umschwärmt werden, keine Wiesenmargeriten, die demnächst aufblühen… Eine andere Vorstellung von Garten und Natur. Ich dagegen liebe meine Blumenwiese, das kleine Paradies für Mensch und Tier.

Habt einen schönen Maisonntag und genießt ihn trotz Tropfen vom Himmel. Ich hüpf jetzt mit der bunten Blumenwiese noch schnell zum Gartenglück von Loretta und Wolfgang.

Über Nacht wurde es weiß…

Nein, kein Frost hier bei uns. Zum Glück. Denn das wäre gar nicht gut für den Garten. Dennoch war es gestern und heute Morgen weiß, unsere Kirschbäume blühen! Die beiden Felsenbirnen auch. Die Kirschen sind viel zu früh dran. Im letzten Jahr ging die erste Blüte am 20. April auf und die Knospen meiner Kübelkirsche sahen am 1. April noch so aus (auch sie blüht seit heute):

So wunderschön die weiße Blütenpracht auch aussieht, all zu tiefe Temperaturen darf es jetzt nicht mehr geben – und Frost erst recht nicht.

Kupfi, meine Felsenbirne ist über und über mit weißen Blüten bedeckt und sein kleiner Verwandter ebenfalls. Glücklich bin ich über das laute Gesumm der Bienen und Hummeln. Die können jetzt jeden Tag von morgens bis abends der Völlerei frönen. Es sei ihnen von Herzen gegönnt, denn erst vor ein paar Tagen habe ich gelesen, dass tausende von Bienenvölkern den Winter nicht überstanden haben. Um so mehr freue ich mich über jede, die durch den Garten schwirrt.

Demnächst dann mehr über das neue Hochbeet. Auch dort tut sich schon einiges. Und jetzt hüpf ich mit den Kirschblüten noch schnell zum Gartenglück von Loretta und Wolfgang.

Kommt gut ins Wochenende und genießt den herrlichen (Sommer)Frühling. Bei uns soll das Thermometer heute auf 23° klettern.